Die wichtigste chemische Reaktion dieser Welt

 

 

Als ich im letzten Sommer auf einer Bank im Wald saß, kam mir der folgende Gedanke in den Kopf:

Um mich herum lief die größte und wichtigste chemischen Reaktion der Welt ab!

 

Nicht die Erzeugung von Stahl oder von Kunstdünger sind für uns Menschen existentiell wichtig. Die beiden Stoffe, ohne die wir nicht überleben könnten sind Sauerstoff und Kohlehydrate.

Während ich im Schatten döste, synthetisierten um mich herum Millionen von Blätter diese beiden Stoffe.

Und gleichzeitig lief in Milliarden meiner Körperzellen die gleiche Reaktion –nur umgekehrt- ab.

 

So steht es im Bio-Lehrbuch:

Die Pflanzen synthetisieren (mit Hilfe des Chlorophylls) aus Kohlendioxid und Wasser mit Hilfe des Sonnenlichtes Kohlehydrate und Sauerstoff

 

Vereinfacht:

n CO2 + x H2O + Energie ==> Cn(H2O)x  + n O2

 

z.B. läuft die Synthese von Traubenzucker so ab:

6 CO2 + 6 H2O  + Energie ==> C6H12O6  + 6 O2

(es sei bemerkt, dass der Sauerstoff nicht aus dem CO2, sondern aus dem Wasser kommt!)

 

Wie man leicht nachrechnen kann, werden zur Bildung von 1 kg Kohlehydrate ca. 800 Liter bzw. 1,5 kg Kohlendioxid „verbaut“.

 

1,5 kg CO2 ===> 1 kg Kohlehydrate

 

Analog werden nicht nur die Kohlehydrate, sondern praktisch die gesamte Gerüstsubstanz der Pflanzen (Holz, Getreide, Gras, Gemüse usw.) synthetisiert.

 

Und sozusagen als Nebenprodukt entsteht Sauerstoff.

 

D.h. ohne diese Photosynthese könnten wir nicht leben.

Einmal, weil wir nichts zu essen hätten (kein Getreide, kein Gras für die Kühe usw.) und zum anderen weil wir keinen Sauerstoff zum Atmen hätten.

 

Die dafür notwendige Energie liefert unsere Sonne. Und diese Energie ist groß. Sie wird bei der rückläufigen Reaktion wieder frei. Das merke ich, wenn ich vor meinem Kaminofen sitze und den Flammen zuschaue. Im Holz ist die gute Sonne gespeichert und  wird beim Verbrennen wieder freigesetzt: Wärme und Licht. Mein Stück Holz ist ein "Sonnen-Speicher"!

 

Auch in unserem Körper läuft diese rückläufige Reaktion ab: Traubenzucker vom Dünndarm und Sauerstoff von der Lunge werden durch das Blut herangeschafft und reagieren in den Körperzellen zu CO2 und Wasser, die mit Hilfe des Blutes zur Lunge zurücktransportiert werden.
Von der dabei entstehenden Energie leben wir.
Unser Volksschul-Lehrer beschrieb das so: „Der Magen ist ein Ofen aus Holz und in ihm brennt ein Feuer ohne Flamme“.

 

Letzten Endes beruht auch der Aufbau der restlichen Grundnahrungs-Stoffe wie Fett und Eiweiß direkt oder indirekt auf die Photo-Synthese.
Wobei wir Menschen Parasiten sind. Wir beherrschen die Photosynthese –im Gegensatz zu den Pflanzen- nicht. Wir können nicht von Luft und Liebe bzw. von Licht und Wasser und Kohlensäure leben. Wir brauchen als „Treibstoff“ Pflanzen und Tiere (die selbst wieder die Pflanzen als Treibstoff benutzen). Das Gras erzeugt Kohlehydrate aus Sonnenlicht, CO2 und Wasser. Die Kuh frisst Gras. Der Mensch isst Butter und das Fleisch der Kuh.

 

Man könnte fast denken, die Pflanzen hätten uns Menschen „erfunden“. Damit sie immer genug CO2 als Nahrung bekommen. Weil die Menschen das CO2 ausatmen bzw. durch ihre gesamte Energie-Erzeugung den Pflanzen wieder zur Verfügung stellen. Und die Pflanzen mussten im Laufe der Evolution-im Gegensatz zu den Tieren- kein Gehirn entwickeln. Weil sie nicht wie die Tiere auf Nahrungssuche gehen müssen. Sie bekommen alles was sie brauchen vorbeigebracht: Sonnenlicht, Wasser, CO2 und ein paar Mineralien als Katalysator.

 

Und wie gesagt, das Abfall-Produkt der Photo-Synthese ist Sauerstoff, die Grundlage allen irdischen Lebens. Den brauchen wir, um in unserem Körper aus dem Hauptprodukt der Photo-Synthese -den Kohlehydraten- wieder Energie zu gewinnen.

 

Ein Mensch braucht etwa 10.000 Blätter, um genügend Luft zu bekommen. Eine einzige Buche erzeugt täglich 8.000 Liter Sauerstoff. Genug, um fünf Menschen mit Luft zu versorgen!

 

Übrigens gedeihen die Pflanzen am besten bei einer CO2-Konzentration von 0.2 %. Das ist 5-mal so viel wie die derzeitige Konzentration in der Luft (400 ppm, d.h. 0,04 %).
Wahrscheinlich beschert uns die stattfindende Erd-Erwärmung ein stärkeres Pflanzenwachstum durch höhere Temperaturen und CO2-„Düngung“. Wäre doch gar nicht so schlecht!

 

Der deutsche Wald erzeugt mit der obigen chemischen Synthese im Mittel etwa 300 Festmeter Holz pro Hektar und Jahr. Das sind ca. 15 - 20 kg pro m2. Bei einem Energie-Inhalt von ca. 4 kWh/kg ergibt das eine Energie-Ausbeute von 60 - 80 kWh/m2 im Jahr.

In Deutschland kommen jedes Jahr durch die Sonne etwa 1000 kWh Strahlungs-Energie pro m2 auf dem Boden an.

D.h. der Wald wandelt die Sonnen-Energie zu 6 - 8 % in Holz-Energie um.

Gar nicht mal so übel!

 

Und was dazu kommt:

Ein Quadratkilometer Wald erzeugt nicht nur 40 kg Holz pro Minute, sondern bindet dafür zusätzlich noch etwa die gleiche Menge CO2 pro Minute!

 

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

Störche und Geburten
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Haben Sie schon einmal über einen Imagefilm oder ein Animationsvideo nachgedacht?

 

Die Filmemacherin Anke Lanzon und ihre Firma Webfilm Berlin erstellen beeindruckende Unternehmensfilme für Webseiten.

 

Einfach mal `reinschauen:   

  http://www.webfilm-berlin.de/

Task Management
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Intelligenz und Fleiß
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Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer

 

 

Damit wir beginnen können, dem Tod seinen größten Vorteil uns gegenüber zu entreißen, sollten wir eine vollkommen andere Einstellung einnehmen als die übliche; lasst uns den Tod seiner Fremdheit berauben; lasst uns Umgang mit ihm pflegen, damit wir uns an ihn gewöhnen, lasst uns an nichts häufiger denken als an den Tod.

 

Michel de Montaigne