Schneller als die Lichtgeschwindigkeit ?

 

 

 

Vorbemerkung:

 

Das Licht breitet sich (im Vakuum) in allen Richtungen und unabhängig von der Bewegungsgeschwindigkeit der Lichtquelle oder des Lichtempfängers mit einer Geschwindigkeit von ca. 300.000 km/s aus.

 

Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit: Die (Vakuum-)Lichtgeschwindigkeit c hat in jedem Inertialsystem denselben Wert (299 792.458 km/s), ist also vom Bewegungszustand der Quelle ebenso unabhängig wie von dem des Beobachters.

 

 

 

Ich habe neulich mit meinem Freund Rein über die Ausdehnung des Weltalls diskutiert. Er meinte: Angenommen das Weltall würde sich mit Lichtgeschwin­digkeit ausdehnen, dann würde das Licht der Sterne gar nicht bei uns ankom­men.

 

Das klingt vernünftig.

 

 

 

 

 

Wenn ein Zug mit 60 km/h (relativ zu den Schienen) fährt, und in diesem Zug rollt eine Bowlingkugel mit 5 km/h relativ zum Zug in Fahrtrichtung, so würde die Kugel, nach der klassischen galileischen Physik, mit 65 km/h bezüglich des Bodens bewegen. Die Geschwindigkeiten werden einfach addiert.

 

V gesamt = V Zug plus V Kugel

 

 

 

Und wenn man diese Kugel mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Zug fährt, nach hinten rollt, bleibt sie (von einem ruhenden Beobachter am Schienenrand gesehen) stehen.
Sie hat dann die Gesamtgeschwindigkeit V gesamt = V Zug minus V Kugel = Null

 

 

 

Aus diesem Grund werden ja auch die Raketen der ESA von Guyana aus ge­startet. Durch die Nähe zum Äquator bekommt die Rakete die Erdgeschwindig­keit (40.000 km in 24 Stunden = 0,46 km/sec) schon mal als kostenloses „Start­guthaben“ um die Kreisbahngeschwindigkeit von 7,9 km/sec zu erreichen.

 

 

Leider stimmt diese Überlegung für das Licht nicht.

 

 

Ein Zug mit der Geschwindigkeit V Zug bezüglich der Schiene schaltet die Photonenkanone (die Scheinwerfer) ein, und sendet somit Photonen aus, die sich mit Lichtgeschwindigkeit c von den Scheinwerfern fortbewegen. Welche Geschwindigkeit hat das Photon bezüglich der Schiene?

 

Nach der obigen, klassischen Rechnung müsste sich das Photon mit der Geschwindigkeit

 

V gesamt = V Zug plus c

 

bewegen.

 

Das wäre aber mit Über-Lichtgeschwindigkeit! Albert Einstein hat aber ausge­rechnet, dass dies nicht geht.

 

 

Nehmen wir an, der Zug könne mit Lichtgeschwindigkeit fahren (was aufgrund der unendlichen Energie, die dazu nötig ist, eigentlich unmöglich ist).

 

Wenn er jetzt seinen Rück-Scheinwerfer anschaltet, müssten sich die Photonen bezüglich des Zuges mit Lichtgeschwindigkeit nach „hinten“ bewegen. Aus der Sicht eines Beobachters am Schienenrand aber „stehen bleiben“.

 

 

V gesamt = V Zug minus c

 

und da V Zug = c  wird

 

V gesamt   = Null

 

 

Erstaunlicherweise ist es dem Lichtstrahl völlig egal, in welche Richtung er von einem bewegten Objekt aus „gestartet“ wird. Er ist für einen außenstehenden Beobachter immer 300.000 km/sec schnell. Egal, ob er „nach vorne“ oder „nach hinten“ geschossen wird!

Das ist für unseren Verstand unlogisch und nicht zu begreifen. Aber Albert Einstein hat das bewiesen und bis jetzt hat das noch keiner widerlegt. Er hat dazu einen Kunstgriff, die „Lorenz-Transformation“ benutzt.

Auf Grund dieser Formel gilt die klassische Geschwindigkeits-Addition nur für Geschwindigkeiten, die sehr viel kleiner als die Lichtgeschwindigkeit sind.

 

Eine verständliche Erklärung findet man auf

 

http://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-6934/11454_read-26611/

 

 

Demnach bewegt sich das Licht auch von einem Stern, der sich mit Lichtge­schwindigkeit von uns fortbewegt, mit Lichtgeschwindigkeit auf uns zu. Und nicht -wie die im Zug nach „hinten“ geworfenene Kugel- langsamer.

 

Das kann also nicht der Grund sein, dass man nicht über den Rand des Univer­sums hinaussehen kann. Die Grenze des sichtbaren Universums (13,8 Milliarden Lichtjahre) ist also die Zeit, die seit dem Urknall vergangen ist.

 

Aber: Das Universum dehnt sich nicht mit konstanter Geschwindigkeit aus. Weil es sich seit dem Urknall beschleunigt (siehe „Hubble-Konstante“ z.B. bei Wiki) kann man 46 Milliarden Lichtjahre weit sehen. Doch dies ist eine andere Ge­schichte!

 

 

 

https://www.spin.de/forum/643/-/5e16

Das besondere an der Lichtgeschwindigkeit ist nämlich, dass sie IMMER die gleiche ist, gleichgültig aus welchem Bezugssystem du sie misst. Das ist nicht wie bei anderen Geschwindigkeiten, die sich zusammenaddieren können.
Wenn ich beispielsweise mit 15 km/h renne und dies in einem fahrenden Zug tue der selber mit 80 km/h fährt, dann ist meine Geschwindig­keit im Bezug auf die Landschaft draußen entweder 65 km/h wenn ich entgegen der Fahrtrichtung laufe, oder 95 km/h wenn ich mit der Fahrtrichtung laufe. Meine eigene Geschwindigkeit addiert oder subtrahiert sich also mit der Geschwindigkeit des Zuges.
Bei der Lichtgeschwindigkeit ist das nicht so. Wenn der Lockführer vorne das Licht einschaltet, dann haben die Photonen nicht Lichtge­schwindigkeit + 80 km/h, sondern immer nur Lichtgeschwindigkeit. Es ist auch egal, von welchem Bezugssystem aus diese gemessen wird, denn sowohl der fahrende Lockführer, als auch der neben dem Gleis stehende Bahnarbeiter, genauso wie im übrigen auch der Lockführer ei­nes entgegenkommenden Zuges, würden an unserem Lichtkegel immer nur die Lichtgeschwindigkeit messen.
Licht kann niemals schneller, aber auch niemals langsamer sein als die Lichtgeschwindigkeit, selbst von einem Raumschiff aus gemessen, das selber schon mit halber Lichtgeschwindigkeit fliegt.

 

 

Andererseits schreibt der Astronom Manuel Philipp auf seiner website

 

http://www.abenteuer-sterne.de/wie-gross-ist-das-beobachtbare-universum/

 

Wir gehen einen Schritt weiter: Licht breitet sich im Vakuum bekanntlich mit Lichtgeschwindigkeit aus – also mit 300.000 km/s. Die Frage ist nun: wie schnell muss sich ein Raumvolumen, in das eine Galaxie eingebunden ist, von uns entfernen, dass uns das Licht dieser Galaxie auf der Erde nicht mehr erreicht? Logischerweise muss sich das Raumvolumen mit Licht­geschwindigkeit von uns entfernen! Zwar kommt das Licht der Galaxie mit Lichtgeschwindigkeit auf uns zu; doch gleichzei­tig fliegt die Quelle des Lichtes, nämlich die Galaxie, mit Lichtgeschwindigkeit von uns weg. In diesem Fall erreicht uns auf der Erde kein Lichtteilchen (Photon) dieser Galaxie mehr. Denn die resultierende Geschwindigkeit des Lichtteilchens ist Null. Nun berechnen wir die zugehörige Entfernung, bei der genau dieser Fall eintritt: Hubbel-Radius D (t) = Lichtgeschwin­digkeit geteilt durch Hubble-Parameter H (t). Also: 300.000 km/s geteilt durch 70 km/s pro Megaparsec = 14 Milliarden Lichtjahre.“

 

 

 

Seltsam! Was stimmt denn nun?

 

Machen wir ein Gedanken-Experiment:

 

 

Ein Leuchtturm strahlt einen starken Laserstrahl ab, der bis zum Mond reicht. Dreht sich die Lichtquelle in 8 Sekunden einmal um sich selbst, so bewegt sich der auf dem Mond auftreffende Strahl mit Lichtgeschwindigkeit.

 

 

Hier die Rechnung:

 

Mittlerer Abstand des Mondes von der Erde: 384.400 km

 

Mondumlaufstrecke: 2 x π x 384.400 = 2,4 x 106 km

 

Wenn die Drehzahl des Lasers n =1/8 = 0,125 ist ergibt sich die Geschwindigkeit des auftreffenden Laser-Impulses auf dem Mond

 

v = Umlaufstrecke x n = 2,4 x 106  x  0,125 = 0,3 x 106 km/s = 300.000 km/s

 

Dies ist die Lichtgeschwindigkeit!

 

 

Jetzt kommt's:

Dreht sich der Leuchtturm-Laser 1 mal pro Sekunde, so bewegt sich der auftreffende Photonenstrahl mit sage und schreibe 8 facher Lichtgeschwindigkeit über die Mondoberfläche.

 

 

 

Ist das überhaupt möglich?

 

 

In den Beispielen mit dem Zug und dem Scheinwerfer wird immer wieder gegründet, dass die Photonen sich nicht schneller als die Lichtgeschwindigkeit „bewegen“ können.

 

Und wird der Photonenstrahl dann nicht irgendwie beim Auftreffen „verzerrt“. Kann sich ein Lichtstrahl -allein durch die Bewegung der Lichtquelle- krümmen? Ähnlich wie ein Wasserstrahl, der von einer rotierenden Düse aus abgegeben wird?

 

Oder reißt der Photonen-Strahl vielleicht ab? So wie der Wasserstrahl, der auf ein vorbeifahrendes Objekt trifft, dass sich schneller bewegt, als das Wasser nachgeliefert wird.

 

 

Fragen über Fragen!

 

Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen???

 

 

 

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

Störche und Geburten
Störche und Geburten.ppt.pps
Microsoft Power Point Präsentation 52.0 KB

 

Haben Sie schon einmal über einen Imagefilm oder ein Animationsvideo nachgedacht?

 

Die Filmemacherin Anke Lanzon und ihre Firma Webfilm Berlin erstellen beeindruckende Unternehmensfilme für Webseiten.

 

Einfach mal `reinschauen:   

  http://www.webfilm-berlin.de/

Task Management
Eisenhower_Portfolio .ppt.pps
Microsoft Power Point Präsentation 47.5 KB
Intelligenz und Fleiß
Intelligenz_Fleiß_Portfolio.pps
Microsoft Power Point Präsentation 30.0 KB

Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer

 

 

Damit wir beginnen können, dem Tod seinen größten Vorteil uns gegenüber zu entreißen, sollten wir eine vollkommen andere Einstellung einnehmen als die übliche; lasst uns den Tod seiner Fremdheit berauben; lasst uns Umgang mit ihm pflegen, damit wir uns an ihn gewöhnen, lasst uns an nichts häufiger denken als an den Tod.

 

Michel de Montaigne