Leserbrief an die ZEIT zur Titelgeschichte 3/2010 „Können Länder pleitegehen?“

 

Neulich hatte ich einen Traum:

 

Papa, was heißt denn „bankrott“?

Na ja, das ist, wenn man seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann.

Haben wir denn Schulden und können wir die zurückzahlen?

Na ja, wir haben Schulden. Und zwar soviel, wie ich in 5 Jahren verdiene.

Du müsstest also 5 Jahre nur für die Bank arbeiten, damit wir keine Schulden mehr haben?

Na ja, das geht nicht. Wovon sollten wir denn in dieser Zeit leben?

 

Müssen wir denn für die Schulden Zinsen an die Bank zahlen, wenn wir schon nichts zurückzahlen?

Na ja, pro Jahr müssen wir 3 Monatsgehälter Zins zahlen.

Papa, dann geht ja ¼ von dem Geld, was Du verdienst, an die Bank; und dann hast du noch nichts abbezahlt.

 

Na ja, das ginge ja noch; aber wir müssen ja noch für die Pflege der Großeltern etwas zuzahlen; so etwa 4 Monatsgehälter im Jahr.

Papa, dann sind ja von deinem Jahresverdienst 7 Monatsgehälter nur für Zin­sen und für die Großeltern weg?

Na ja, für die Leute, die aufpassen, dass uns die bösen Nachbarn nicht über­fallen, müssen wir nochmals 1 ½ Monatsgehälter abzweigen.

Aber Papa, können wir das nicht einsparen; die bösen Nachbarn sind doch nicht mehr da.

Na ja, die sind zwar weg, aber am Hindukusch gibt’s noch ein paar böse Leute. Da heißt es schon aufpassen!

 

Papa, dann müssen wir jedes Jahr 8 1/2  Monatsgehälter für Zinsen, für die Großeltern und für die Wächter bezahlen; da bleiben uns ja nur noch gut 3 Monatsgehälter für die ganzen 12 Monate übrig. Und davon sollen wir leben, Sachen kaufen, die Schule bezahlen, die Wohnung reparieren und vielleicht noch was zurücklegen? Das geht unmöglich!

Bekommst Du denn nächstes Jahr mehr Gehalt?

 

Nein; ich habe meinem Chef angeboten, dass er mir nächstes Jahr weniger bezahlt; aber ich habe schon eine Idee: Wir leihen uns erstmal 4 Monatsgehälter; dann haben wir zwar fast 6 Jahresgehälter Schulden, aber irgendwie müssen wir das nächste Jahr überstehen. Und ich kann dein Taschengeld erhöhen und Oma und Opa bekommen auch etwas mehr.

Fast hätte ich es vergessen: Wir haben dem Onkel, der viel Geld aus seinem Geschäft im Spielcasino verzockt hatte, eine Bürgschaft von 6 Monatsgehältern gegeben. Aber vielleicht schafft er es, wieder in Schwung zu kommen; dann brauchen wir das Geld nicht zu zahlen!

 

Papa, wir sind bankrott!!

 

In diesem Moment bin ich Gott sei Dank aufgewacht und war froh, dass das nicht meiner Familie passiert, sondern nur unserem Staat.

 

 

Jährliche Steuer-Einnahmen des Bundes 225,5 Milliarden € (optimistisch geschätzt; wahrscheinlich auf Grund der Wirtschaftskrise weniger!) entspr. 18,8 Milliarden € pro Monat

è  gut 1000 Milliarden € Bundes-Schulden

è 80 Milliarden € jährlich zur Sicherstellung der Renten

è 31 Milliarden € jährlich  für Verteidigung

è 115 Milliarden € Kredit- und Bürgschaftshilfen

è 80 Milliarden € Netto-Kredit-Aufnahme des Bundes für 2010

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

Störche und Geburten
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Haben Sie schon einmal über einen Imagefilm oder ein Animationsvideo nachgedacht?

 

Die Filmemacherin Anke Lanzon und ihre Firma Webfilm Berlin erstellen beeindruckende Unternehmensfilme für Webseiten.

 

Einfach mal `reinschauen:   

  http://www.webfilm-berlin.de/

Task Management
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Intelligenz und Fleiß
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Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer

 

 

Damit wir beginnen können, dem Tod seinen größten Vorteil uns gegenüber zu entreißen, sollten wir eine vollkommen andere Einstellung einnehmen als die übliche; lasst uns den Tod seiner Fremdheit berauben; lasst uns Umgang mit ihm pflegen, damit wir uns an ihn gewöhnen, lasst uns ständig an ihn denken.

 

Michel de Montaigne