Leserbriefe

An die ADAC-Motorwelt

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Wochenende und Ferienbeginn in NRW. Ich fahre die A3 von Köln nach Frankfurt. Genauer gesagt bin ich am "Elzer Berg".

Eine 3-spurige Autobahn; auf der rechten Spur gilt Höchstgeschwindigkeit 40 km/h, für die mittlere und linke jeweils 100 km/h.

Weil Wochenende ist, sind keine LKW unterwegs. Die rechte Spur ist absolut LEER; auf den beiden linken dichter Autoverkehr; praktisch Stoßstange an Stoßstange.

Ich fahre tapfer auf der rechten Spur mit 100 km/h, obwohl ja Höchstgeschwindigkeit 40 km/h gilt. Vorwurfsvolle Blicke von links!!

Klar ist, dass die 40 km/h für LKW gelten. Aber es gibt keine LKW und die mittlere und linke Spur ist extrem voll.

Vor 30 Jahren habe ich mich mal mit dem zuständigen Wachleiter der Autobahnpolizei über dieses Problem unterhalten (damals musste die VÜB -so hieß die Autobahnpolizei damals- mehrmals am Tag den Film auswechseln; heute wird das ja wohl elektronisch geregelt!): In solchen Fällen wird nichts unternommen, obwohl -rein rechtlich gesehen- eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 60 km/h vorlag.

Meine Frage: Könnten Sie denn mal in einer Reportage (so was scheint es ja öfters in Deutschland zu geben) diese "Ungereimtheiten" behandeln. Im Prinzip riskiert man ja seinen Führerschein, weil man sich nicht an die Hinweisschilder hält.

Mir ist klar, dass eine "richtige" Formulierung auf den Verkehrsschilder sehr schwierig sein wird (==>40 km/h für LKW // 100 km/h für PKW).

Bin mal sehr gespannt auf die Reaktion Ihrer Mitglieder bei der erwähnten Recherche.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief zum Artikel "Kann man Judas verzeihen?"; Chrismon 02/2014 

 

Zum Fundament des christlichen Glaubens gehört die Überzeugung, dass wir ohne den Opfertod des Religionsstifters verloren wären:

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3,16)

Für mich ist es unverständlich, dass man Judas -statt ihm dankbar zu sein- als Verräter verurteilt. Wenn Gott wirklich seinen Sohn für uns opfern wollte, hat Judas nur diese Absicht ermöglicht. Ohne ihn wäre der Rabbi Jeschua wahrscheinlich hochbetagt im Bett gestorben. Und keiner wüsste heute noch etwas von ihm.

Der Schuldige (wenn man diesen Ausdruck überhaupt gebrauchen darf) ist nicht Judas oder Pilatus oder der Hohe Rat, sondern der Vater, der sein Kind opferte!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

An die FAS

Sonntagszeitung_Politik@faz.de

 

Leserbrief zum Artikel „Rente mit 69, na und?“ in der FAS Nr. 20, 22. Mai 2011-05-25

 

Warum vereinfacht man nicht die gesamte Rentenberechnung etwa nach der Formel:

 

Monatsbeitrag x Einzahlungsjahre = Monatsrente x Rentenbezugsdauer

 

Dann kann sich jeder aussuchen, ob er mit 55  Rentner wird,  wenn er für die ihm statistisch noch verbleibenden 25 Jahre mit einer geringen Rente auskommt. Oder er arbeitet bis 70 und bezieht für die ihm dann noch (statistisch) verbleibenden 10 Jahre eine hohe Rente.

 

Wenn –wie derzeit– Zins und Inflationsrate etwa gleich sind, stimmt diese einfache Rechnung.

Durch den Zinseszins-Effekt ergibt sich (je nach Zins und Einzahlungsjahre) eine höhere Rente, als man nach der o.g. einfachen Formel errechnet. Dies wird jedoch durch die Inflationsrate wieder „aufgefressen“. Die genaue Rechnung -unter Berücksichtigung von Zins und Zinseszins unter Abzug der Inflationsrate- ist Sache der Versicherungs-Mathematiker.

 

Wenn man z.B. 40 Jahre lang 20 % seines Gehaltes einzahlt (je zur Hälfte durch den Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer), kann man dann z.B. 20 Jahre lang 40 % dieses Gehaltes als Monatsrente beanspruchen. Hat jemand im Schnitt seines Arbeitslebens  monatlich 1.500 Euro verdient, dann  bekommt er (wenn er mit 65 Jahren in Pension geht und noch eine Lebenserwartung von 20 Jahren hat) monatlich 600 Euro. Mehr ist nicht drin!

 

Vereinfachung (bei 18,5% Beitragssatz):

Monatsrente = Monatsgehalt x 0,185 x Einzahlungsdauer/Rentendauer

 

Oder grob:

Monatsrente = ca. 20% des Verhältnisses von Einzahlungsdauer zu Rentendauer.

 

Erst wenn die Einzahlungsdauer 5 mal so lange ist wie die Rentendauerbekommt man 100%. (Wenn man erst mit 70 in die Rente geht und hat dann noch eine zu erwartende Lebensdauer von 10 Jahren bekommt man (wenn man vom 20 Lebensjahr an „einbezahlt“ hat) den gleichen Betrag, wie man im Schnitt pro Monat verdient hat.)

Geht man mit 55 in Rente (nach z.B. 35 Jahre Einzahlung), bekommt man (bei noch 25 Jahren stat. Lebenserwartung) 28 % seines Durchschnittsgehaltes an Rente.

 

Wenn die Einzahlungsdauer 3 mal so lange wie die Rentendauer ist, bekommt man 60%

     Man kann es sich also aussuchen und…

 

Die meisten werden mit dem Geld nicht auskommen und brauchen die Allgemeinheit zur „Aufstockung“.

Hart, aber wahr!!

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an den General-Anzeiger

Betr.: Leserbrief von Frau Inga Frieman-Reinhardt „Einfach lächerlich“ bez. Stadtlogo von Sankt Augustin (3. Januar 2013)

 

Frau Frieman-Reinhardt spricht mir aus der Seele: Den Slogan „Wieso, weshalb - darum!“ hat sich wohl ein Praktikant der beauftragten Werbeagentur beim Kinderbuch-(Vor-)Lesen ausgedacht?

Da hat man einen wunderschönen (wirklich!) Stadtnamen; vielleicht neben Porta Westfalica der wohlklingendste in Deutschland – und was macht man daraus? In meiner süddeutschen Heimat werde ich jedes Mal gefragt, ob denn die Stadt so schön ist, wie ihr Name. Und immer meint man, Sankt Augustin wäre ein Urlaubs/Historien-Ort (wie St. Wolfgang, Sankt Martin, Sankt Petersburg…). Was es ja auch durch die Nähe zu Bonn, zum Rhein und zum Siebengebirge (fast) ist.

Saint Augustine ist übrigens die älteste Stadt der USA und jeder US-Bürger  verbindet mit diesem Namen die Historie der Spanischen Entdecker. Der Name ist in den USA so bekannt wie bei uns Heidelberg oder Rothenburg o.T. Da müsste man doch was ’draus machen können!

Beim Namen Sankt Augustin habe ich noch eine weitere Assoziation: „Oh, du lieber Augustin..“ (die 2. Zeile dieses Liedes soll hoffentlich nie auf uns passen!). Auch da müsste ein Kreativer was `draus machen können.

Also, auf geht’s!

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

Finanzkrise vernichtete fast 40 Billionen Euro

(Überschrift bei Freenet, 10. März 2009)

 

 

Offensichtlich werden hier Schätzwerte „exaktiert“; nach dem Motto: Ungefähr mal ungefähr mal ungefähr dividiert durch ungefähr = ein ganz genauer Wert!

 

40 Billionen (40 x Million x Million) wären 6.000 Euro bezogen auf JEDEN Weltbürger !!!  Auch auf die Habenichtse der 3. Welt!!

 

1) Woher soll denn das viele Geld gekommen sein? und

2) Wer hat es denn jetzt?

 

Es ist doch nicht verbrannt oder ins Weltall geschossen worden!

Oder sollte der LHC-Teilchenbeschleuniger in Genf doch ein "Schwarzes Loch" erzeugt haben?

   

 

 

 

An die Geschäftsleitung

Sixt GmbH & Co.

Autovermietung KG

Zugspitzstraße 1

82049 Pullach

Sankt Augustin, 9. August 2008

 

Betr.: Rechnung 8335001308/00/M/00/N

für v. Dreusche Arne Felix

Reklamation der Betankungskosten

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich bitte um detaillierte Aufschlüsselung der Betankungskosten der o.a. Rechnung (siehe auch beiliegende Fotokopie).

Laut Aussage von Herrn v. Dreusche war der Tank bei Abgabe des Fahrzeugs noch ca. 1/3 gefüllt. Wenn 60 Liter Diesel nachgetankt wurden, würde sich ein Preis von ca. 3 Euro pro Liter ergeben!

 

Wir halten das schlicht für überzogen und an der Grenze des Zumutbaren.

 

Herrn v. Dreusche wurde bei Vertragsabschluss nicht auf die exorbitant hohen Betankungskosten hingewiesen. Üblich wäre u.E. ein Aufschlag von 10-15 Euro auf den handelsüblichen Dieselpreis von ca. 1,50 Euro. Dies wären bei 60 Liter ein Gesamtpreis von ca. 100 bis 105 Euro.

 

Wir hoffen auf Ihr Entgegenkommen in dieser Sache.

Anderen Falls werden wir uns an den ADAC bzw. die Verbraucherverbände wenden, damit zukünftige Kunden von Sixt gewarnt werden.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

 

 

 ==> als Antwort kam ein Entschuldigungs-Schreiben von Herrn Sixxt, eine Gutschrift und eine Sixt-Bonuskarte.

Geändert hat sich aber nichts an den hohen Nach-Betankungskosten. Offensichtlich ein Riesengeschäft, da sich die meisten Kunden (als Firmenkunden) nicht die Mühe des Auftankens machen!

 

 

 

ID-BIKE GmbH
Ludwigstr. 59
D-70176 Stuttgart


An Herrn Stefan Lippert

Geschäftsführung

 

Vorschlag für ein neues, in Ihre Produktlinie passendes Produkt

 

Sehr geehrter Herr Lippert,

 

ich habe in der letzten ZEIT (Nr. 45) einen Artikel über Sie und Ihr Produkt ELMOTO gelesen und fand Ihre Aktion sehr interessant.

Als Ergänzung zu Ihrem Elektroroller schlage ich einen „Elektro-Rolator“ vor.

Die Funktionsweise sollte ähnlich wie bei einem Pedelec sein. Also nur „unterstützend“; sozusagen ein „Rolator mit Rückenwind“.
Die Zugkraft des Elektromotors sollte sich über 2 Drucksensoren an den Haltegriffen gezielt steuern lassen. Beim Nachlassen des Fingerdruckes muss der Rolator sofort stehen bleiben.

 

Der Markt ist unerschöpflich, da praktisch JEDER irgendwann einen Rolator braucht. Und es gibt eine gutbetuchte Klientel (ähnlich wie bei den Pedelecs), die sich ein „Elec-Roli“ leisten kann.

 

Falls Sie meine Idee umsetzen, habe ich nur 2 Wünsche:

1.     Können Sie  das Patent über meinen Schwiegersohn Herrn Patentanwalt Jan Stütz (http://patent-stuetz.de/de/patentanwalt/) anmelden?

2.     Es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn ich (z Z. 66 Jahre und bisher –Gott sei Dank!- noch nicht Rolator-Benutzer) das erste Exemplar zum Testen bekäme.

 

 

In der Hoffnung, dass Sie meine Idee realisieren, verbleibe ich

 

mit freundlichen Grüßen

 

 

 

An den Präsidenten des THW Albrecht Broemme

 

 

Lieber Albrecht,

 

vielen Dank für die schnelle Antwort.

 

Irgendwie hat es nie geklappt, dass wir uns mal getroffen haben. Schade! Übrigens: Anke ist inzwischen 37 Jahre alt, hat 2 Kinder (1 und 3 Jahre alt) und lebt in Berlin.

Sie macht Video-Präsentationen (http://www.webfilm-berlin.de). Und nicht mal schlecht! Vielleicht hast Du mal einen Auftrag für sie?

 

Ich bin seit 8 Jahren im Ruhestand (bin jetzt 66) und habe (neben vielen Reisen durch Europa mit dem Wohnmobil) viele, viele Hobbies und noch keinen Minute Langeweile gehabt.

 

Ich freue mich, dass Du nach Deiner Berliner Chef-Zeit auch noch THW-Präsident geworden bist!

 

Und jetzt zu meiner Idee (die ich schon seit meiner Referendarzeit im Kopf habe):

 

Mir fehlt die Zeit und das Organisations-Talent. Deshalb schenke ich sie Dir.

 

Was hältst Du vom absoluten Guiness-Rekord „Lange Wegstrecke“?

Und zwar vom Bodensee bis zur Ostsee (vielleicht zur Nordspitze von Rügen?)

Eine etwa 1000 km lange Strecke von 2 B-Leitungen parallel (doppelt wegen Ausfallmöglichkeiten); alle 500 m 2 Kraftspritzen zur Verstärkung. Im bergigen Gebiet etwas enger. Wenn man statt 800 l/min nur 400 l/m fördert müsste alle 2 km verstärkt werden. D.h. Du bräuchtest ca. 500 Stationen auf den 1000 km.

Wenn das erste Wasser am Ende ankommt, steht dort (neben Dir) der Bundespräsident und füllt den ersten Becher mit Bodensee-Wasser.

Nach meiner Überschlagsrechnung braucht das Wasser bei 400 l/min etwa 10 Minuten pro km. D.h. in 1 Woche wäre es am Ziel.

 

Da Du ja wahrscheinlich alle Bezirksbrandmeister der Republik kennst, ist es bestimmt nicht schwierig, ein Meeting mit den betroffenen Bezirksbrandmeister zu veranstalten (vielleicht unter der Schirmherrschaft des THW?) und das Vorgehen zu besprechen.

Ich möchte mich (bescheiden wie ich bin) da völlig `raushalten. Vielleicht als stiller Beobachter dabei sein?

 

Wenn die Leitung liegt und das Wasser fließt, müsste ein Flugzeug die Strecke überfliegen und einen Film drehen. An jeder Kraftspritze steht die betreffende Mannschaft und winkt. Dieser Film würde vielleicht 2 Stunden dauern und wäre nochmals ein Welt-Ereignis!

 

Hoffentlich findest Du die Idee genau so faszinierend wie ich und hast Lust sie als krönenden Abschluss Deines Lebenswerkes umzusetzen.

Ich würde mich sehr freuen.

 

Viele Grüße,

 

Helmuth

 

 

 

 

Lieber Herr Sion,

 

ich habe mich über das Weihnachtspäckchen von Ihnen sehr gefreut. Ist ja schon ein tolles Gefühl, dass Sie nach so langer Zeit noch an mich denken. Sonst heißt es ja: “Aus den Augen, aus dem Sinn!“.

 

Meine Idee mit Halon als Füllgas für Autoreifen lässt mich nicht los. Auch wenn Sie gute Argumente dagegen aufgeführt haben. Aber denken Sie doch mal an die „Glühlampe unter Wasser“. Das hat auch kein Mensch geglaubt, bis Sie es (und sogar mit Aachener Leitungswasser) ausprobiert haben. Ich habe erst neulich meinen Schwiegersohn (Patentanwalt und Dipl.-Ing.) damit verblüfft!

 

Vor allem „Nobel-Autos“ (Berliner Autoanzünder!) und das Militär wären bestimmt interessiert. Bei einem Militär-Radpanzer ist ja auch ein viel größeres Volumen in den Reifen als bei einem PKW vorhanden!

 

Ich denke da an  Halon 1211 (bei dem Siedepunkt von minus 58 Grad wird es wahrscheinlich auch bei 3-5 Bar noch gasförmig bleiben).

Für Spezialzwecke (Luftfahrt und Militär) ist es ja noch zugelassen!

Außerdem wäre es (auf Grund der Molekülgröße) auch als Füllgas besser als Luft bzw. Stickstoff, was gelegentlich als Spezial-Füllgas angepriesen und teuer verkauft wird.

Bei einem großen Reifen kämen ja ordentlich Liter zusammen. Und es würde genau an der richtigen Stelle (Brandloch) entweichen und den darüber brennenden Radkasten löschen.

 

Alternativ wäre ja auch einige Gramm Löschpulver als Zusatz zur normalen Reifenfüllung denkbar. Wird ja beim Fahren immer schön aufgewirbelt und saust dann zusammen mit der Luft aus dem Loch.

 

Man müsste das halt mal auf einem Auto-Schrottplatz testen. Nur der Versuch ergibt die wirkliche Situation!

 

Na ja, vielleicht probieren Sie es mal aus (ein bisschen Halon werden Sie ja noch haben).

 

Ich wünsche ihnen Gesundheit und weiteren geschäftlichen Erfolg!

 

Herzlich,

Ihr Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

 

Schreiben an RYANAIR wegen Verbesserungsvorschlag „neue Tarife“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich habe mich schon oft geärgert, dass „dicke“ Passagiere den gleichen Flugpreis bezahlen, wie „dünne“.

 

Gerecht wäre, dass „Passagier PLUS Gepäck“ zusammen abgerechnet werden. Der Treibstoffverbrauch der Maschine ist ja vom Gesamtgewicht abhängig.

 

Beispiel: Passagier wiegt 80 kg; dann hat er 20 kg Freigepäck.

Wenn er 90 kg wiegt nur noch 10 kg Freigepäck; was darüber ist, muss extra bezahlt werden.

 

Das könnte man zusätzlich als gesundheitsfördernde Aktion vermarkten.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

zum Artikel „Der Staat braucht das Geld“

(Spiegel 48/2006)

„Finanzminister Peer Steinbrück gab bekannt, dass die Schuldenaufnahme 2006 bei 27,9 Mrd. Euro lag. Ursprünglich war mit 38,2 Mrd. Euro gerechnet worden, doch hatte der starke Konjunkturaufschwung zu einem Neuverschuldungsrückgang geführt. Somit kann Deutschland auch das erste Mal seit fünf Jahren die Auflagen des Euro-Stabilitätspaktes wieder erfüllen. „

 

Was soll der Stolz auf das „geringe“ Staats-Defizit von 1,7 % des Brutto-Inlands-Produktes? Der Bezug auf das BIP ist völlig ohne jeden realen Bezug; tatsächlich müsste man dieses Defizit mit den Einnahmen vergleichen!

 

Um es meinen Kindern erklären zu können, habe ich die Verhältnisse Deutschlands auf unsere Familien-Verhältnisse bezogen und bin dabei etwas ins Grübeln gekommen:

 

Wenn ich Schulden (ohne Gegenwert, wie z.B. ein Haus) in der Höhe von 4 ½  Jahres-Einkünfte hätte, würde ich recht unruhig schlafen (è900 Milliarden € Bundes-Schulden verglichen mit den Steuer-Einnahmen des Bundes).

Dazu käme noch, dass allein die Zinsen (ohne jede Tilgung) 2 ½ Monats-Einkünfte meines Jahres-Gehaltes „auffressen“. (39,4 Milliarden € Zins-Belastung des Bundes verglichen mit den Steuer-Einnahmen des Bundes)

Wenn ich aber meinen Freunden voller Stolz verkünde, dass ich im Jahr 2006 (statt einen Teil der Schulden abzuzahlen) "nur" 1 3/4 Monatsgehälter neue Schulden gemacht habe, würden diese mir mit Recht jeden Realitäts-Sinn absprechen! (30 Milliarden € Netto-Kredit-Aufnahme des Bundes verglichen mit den Steuer-Einnahmen des Bundes)

2006

 

Schulden des Bundes

900 Milliarden €  

(mit Ländern und Gemeinden 1.500 Milliarden €)

Steuer-Einahmen des Bundes

223 Milliarden €  

2007 geplant: 245

Zins-Belastung des Bundes

39,4 Milliarden €

geplant waren 38,2

Netto-Kredit-Aufnahme des Bundes

30 Milliarden €

 

 

 

 

 

 

6. Juli 2008

 

Betr.: Leserbrief an den Generalanzeiger Bonner

 

Ist der derzeitige Benzinpreis wirklich zu hoch???

 

Der derzeitige Benzinpreis von rund 1,60 Euro wird allerorts als Katastrophe empfunden. Mir hat es auch wehgetan, als ich zum ersten Mal 100 Euro für eine Tankfüllung Diesel (wohlgemerkt ein Reisemobil mit 80 Liter-Tank) bezahlen musste.

Aber wenn man in alten Jahrbüchern bzw. in der eigenen Erinnerung kramt, kommt man zu der erstaunlichen Erkenntnis, dass der Sprit früher teuerer war.

 

 

 

Hier einige Zahlen bezüglich der Relation des Benzinpreises im Vergleich zum Stundenlohn eines (ungelernten) Arbeiters:

 

 

Mitte der 30er Jahre:

Benzinpreis 35 Pfennig; Stundenlohn 80 Pfennig bis 1 Mark

d.h.: 1 Stunde Arbeit = 3 Liter Sprit

 

 

Mitte der 60er Jahre:

Benzinpreis 70 Pfennig; Stundenlohn 2,50 bis 3 Mark

d.h.: 1 Stunde Arbeit = 3 bis 4 Liter Sprit

 

 

Heute:

Benzinpreis 1,60 Euro; Stundenlohn 8 bis 10 Euro

d.h.: 1 Stunde Arbeit = 5 bis 6 Liter Sprit

 

 

Wenn man den Benzinpreis mit dem Briefporto vergleicht (30er Jahre 10 Pfennig; 60er Jahre 20 Pfennig; heute 55 Cent), so ergibt sich ein fast konstantes Verhältnis:

 

1 Liter Benzin == 3 Briefmarken

 

1965 war ich Soldat der Bundeswehr und bekam genau 3 DM Wehrsold pro Tag. Heute bekommt ein Wehrpflichtiger 9,41 Euro. Damals habe ich für 1 Tagessatz 4 Liter Sprit bekommen; heute gibt es dafür 6 Liter!

 

Übrigens hat mich 1967 mein erstes Auto, der damalige „VW-Sparkäfer“ (eine äußerst dürftige Version des „normalen“ Käfers), 4999 DM gekostet; er verbrauchte bei 34 PS und 115 km/h (Höchst-)Geschwindigkeit 9 Liter pro 100 km.
Mein heutiges Auto – ein Ford Transit Diesel Reisemobil mit 120 PS - verbraucht, wenn ich ab 50 in den 5. Gang schalte und konsequent nicht schneller als 115 km/h fahre, genau 8 Liter pro 100 km.
Soweit zum Vorwurf an die Automobil-Industrie, sie würde keine sparsamen Autos bauen!

Ein heutiger Wehrpflichtiger könnte - wenn er (wie ich damals) die gleiche Anzahl Tages-Wehrsoldsätze für ein „Sparauto“ ausgeben würde - einen 15.000 Euro-Pkw kaufen. Der wäre aber um einiges besser als mein damaliger „Spar-Käfer“.
Soweit zur Meinung, die Autos würden immer teurer!

 

Ich habe weder mit der Mineralöl-Industrie, noch mit der Auto-Industrie irgendwelche Verbindungen; ich bin es nur Leid, ständig über die hohen Sprit-Preise jammern zu hören!

 

  • Dass wir mit unserer Energie-Verschwendung („fliegen Sie doch mal übers Wochenende für 19,99 Euro nach Madrid!“) innerhalb von 200 Jahren das Erdöl verjuxen, für das Mutter Erde 200 Millionen Jahre Sonnenenergie eingefangen hat und
  • dass wir jeden Liter Sprit dem Habenichts der 3. Welt wegnehmen (der diesen Liter für seine Wasserpumpe bräuchte, mit der er sein Feld bewässern muss) -----

 

das ist eine andere Geschichte!

 

 

Dr. Helmuth Herterich, Sankt Augustin

 

 

 

 

Leserbrief zum Artikel „Der Befehl zum Befehl“ von Julia Encke in der FASZ vom 25. August 2013

 

Zitat aus der Felddienstordnung der Deutschen Heeres von 1901: „Vor Allem aber ist entschlossenes Handeln für die vorliegenden Zwecke zu fordern. Ein Jeder – der höchste Führer wie der jüngste Soldat – muss sich stets bewusst sein, dass Unterlassen und Versäumnis ihn schwerer belasten als ein Fehlgreifen in der Wahl der Mittel“

 

Dem ist auch aus heutiger Sicht nichts hinzuzufügen. Ein „Nachkarteln“ der unter Zeitnot, Stress und Informationsmangel von Oberst Klein getroffenen (aus der heutigen Sicht falschen) Entscheidung ist unfair und wenig hilfreich.

 

Dr. Helmuth Herterich

(Ehemaliger Offizier und anerkannter Kriegsdienstverweiger)

 

 

 

 

An die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

Leserbrief zum Artikel "Protest auf Nordfriesisch" vom 18. September 2011; Widerstand gegen CO2-Verpressung

 

Das unterirdische Speichern von CO2 (CCS) kommt mir vor, wie die Abfall-Entsorgung eines Messies: Er stellt seinen Müll einfach in den Keller! Damit ist für ihn das Problem gelöst. Sollen sich doch die Nachmieter um seinen Dreck kümmern. Er hat ihn zunächst los.

Wie lange soll denn das CO2 im Boden gelagert werden? 1.000 Jahre oder  1 Million oder 10 Million Jahre??

Da halsen wir unseren Enkeln und Ur-Enkeln -neben dem Endlager für radioaktive Abfälle- ein weiteres "Drachenei" auf!

 

Übrigens: Vom gesamten jährlich auf der Erde entstehenden CO2 stammen nur 3 % vom Menschen (davon 3% aus Deutschland). Der Rest ist natürlichen Ursprungs. Doch dies ist eine andere Geschichte!

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

Sonntagszeitung_Politik@faz.de

 

Leserbrief zum Artikel "Geld für Blut. Das ist gefährlich"; FASZ Nr.21, 24.Mai 2009

 

 

 

Wie gefährlich Geld für Blut werden kann, hat ein großer Konzern aus Leverkusen leidvoll erfahren: Um den Gerinnungsfaktor VIII -das wirksamste Mittel gegen die Bluterkrankheit - herzustellen, hat man Blutplasma aus dubiosen Quellen der USA gekauft. Offensichtlich haben viele an AIDS und Hepatitis B und C  erkrankte Junkies „ihr Blut verkauft“. Da der AIDS- und Hepatitis C-Nachweis im Plasma bis Ende der 80er Jahre nicht möglich war, haben sich Tausende von Blutern unwissendlich mit AIDS angesteckt.

Die Schadenersatz-Regelung hat dem Konzern Hunderte von Millionen, und damit ein Vielfaches des Gewinnes aus diesem Geschäft, gekostet!

 

Eine Möglichkeit, die Menschen zum unbezahlten Blutspenden zu bekommen, wäre die folgende:

Nur wer Blut gespendet hat, bekommt auch –im Falle der Notwendigkeit- eine Blut-Transfusion. Auf die gleiche Weise könnte man auch das Problem mit den mangelnden Organspendern lösen: Nur wer einen Organspender-Ausweis hat, bekommt auch eine Ersatz-Niere. Hart, aber gerecht!

 

Übrigens beruhten die ersten (Berufs-)Feuerwehren in Deutschland vor 200 Jahren auf einem ähnlichen Prinzip: Nur wer Mitglied der Brandkasse war und das Schild der Brandkasse an der Hauswand hatte, wurde gelöscht.

 

Helmuth Herterich

 

 

An   Leserbriefe@zeit.de

 

Leserbrief zum Artikel “Die Affäre Hammelbein“ (..jeden Montag sieht die Grillwiese im Berliner Tiergarten aus wie ein Schlachtfeld) von Stefanie Flamm; Zeit Nr.35

 

Vielleicht hat man einfach nicht genügend Abfall-Behälter in zumutbarer Entfernung aufgestellt.

Mit dem Müll ist es wie beim „Broken Windows-Effekt“: Wo Dreck ´rumliegt, kommt neuer dazu!

Ich habe beobachtet, dass weitaus die meisten Menschen gewillt sind, Ihren Müll zu entsorgen. Wenn aber der Abfall-Eimer überfüllt ist, nimmt fast keiner den Müll mit nach Hause; er stellt ihn daneben. Und die Krähen reißen die Tüten auf, der Müll verbreitet sich.

Das gleiche Phänomen tritt auf, wenn man mehrer Hundert Meter suchen muss, bis man einen Müll-Behälter findet. Viele lassen es dann einfach sein.

Wer seinen Kühlschrank am Sperrmüll-Tag nicht los wird („weiße Ware müssen Sie zu einer besonderen Sammelstelle bringen!“), kommt vielleicht in Versuchung, ihn über die Hecke zu kippen.

Wir neigen leider dazu, Probleme mit Verboten und Verordnungen zu bekämpfen, statt mit den geeigneten Mitteln: In der Kölner Altstadt werden Wild-Pinkler bestraft, statt dass man genügend Pissoirs baut. In Antwerpen kann man direkt neben dem Haupteingang der Kathedrale hinter einem brusthohen Mäuerchen sein Belgisches Bier loswerden und dabei noch die Dombesucher betrachten!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an die Zeit

Artikel „Ernstfall in Mali“ von Jochen Bittner; Zeit Nr. 5, 2013

 

 

Warum waren in Libyen die Aufständischen die „Guten“ und der Machthaber –dem man kurz zuvor noch in Paris gehuldigt hatte- der „Böse“? Warum sind in Syrien die Revoluzzer die „Guten“ und der farblose Regierungschef der „Böse“? Warum hilft Frankreich in beiden Fällen dabei, die Regierung zu stürzen? Und warum ist es im Mali jetzt genau umgekehrt? Plötzlich sind die Regierungsgegner Terroristen!

Sind da etwa postkoloniale Interessen im Spiel?

Früher gab es auf dem amerikanischen Kontinent die „Monroe-Doktrin“, mit der sich die USA jede Einmischung nichtamerikanischer Mächte verbat. Warum lässt man es in Afrika nicht zu, dass die Afrikaner ihre Konflikte ohne den „weißen Mann“ regeln?

Vor genau 10 Jahren hat es Gerhard Schröder geschafft, die Deutschen aus dem Irakischen Abenteuer herauszuhalten (im Gegensatz zur damaligen Oppositionsführerin Angela Merkel, die ihn lauthals verurteilte und einen Kotau vor George Bush machte). Ich bin ihm heute noch dankbar dafür!

Hat man schon vergessen, dass es erst 70 Jahre her ist, als deutsche Soldaten Europa in Schutt und Asche legten und Millionen versklavten?

Deutschland kann alle erdenkliche Hilfe leisten; nur, dass deutsche Soldaten –wie vor 100 Jahren in Südwest- wieder auf „Neger“ schießen, davor bewahre uns Gott!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief zum Artikel „Als hätte die Sonne uns still geküsst“ von Lucia Schmidt; FASZ Nr. 26 vom 30. Juni 2013

 

Warum legt man sich nicht OHNE Sonnenschutzmittel 15 Minuten in die Sonne und verbringt den Rest des Tages im Schatten?

Was macht der sonnenhungrige Tourist stattdessen: Er schleimt sich mit einer klebrigen Sonnenmilch mit LSF 20 ein und quält sich dann 20 mal 15 Minuten = 5 Stunden, um den gleichen Effekt (Bräunung) zu erreichen!

Sonnenschutzmittel sind nur sinnvoll, wenn ich der Sonne nicht entfliehen kann. Z.B. als Skifahrer, Bergsteiger, Bauer, Segler usw.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

An den Leserbrief-Service des Generalanzeigers

dialog@ga-bonn

 

Verfahren des Bundesverfassungsgerichtes über die Pendler-Pauschale

 

Mir könnte es ja egal sein—ich bin Pensionär--, aber es ärgert mich doch sehr, wenn ich die Argumente zur Beibehaltung der derzeitigen Regelung höre. Meist wird es so dargestellt, als sei die Pendlerpauschale so eine Art Geschenk des Staates.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus:

Betrachten wir es doch mal nach den Regeln der Betriebswirtschaft, d.h. behandeln wir den Einzelnen wie eine Firma. Dann sähe es so aus:

Ich habe EINNAHMEN durch meinen Job (z. B. mein Gehalt, einen Bonus, Pensionszusagen usw.) und ich habe AUSGABEN für meinen Job (z.B. Berufskleidung, Weiterbildungskosten, Fahrtkosten usw.).

Von den Einnahmen zieht man logischerweise die Ausgaben ab, um den GEWINN festzustellen. Dieser Gewinn wird dann versteuert. Denn der Staat will ja seinen Anteil am Gewinn, braucht ihn sogar. Wer sollte sonst die Polizei, die Feuerwehr, die Lehrer bezahlen?

 

Ist das nicht paradox: Wenn Herr Müller als angestellter Arbeiter zu seiner Arbeit fährt, sind das nach dem derzeitigen Steuerrecht keine AUSGABEN. Wenn er eine Ich-AG gründet und dann zu seiner Arbeit fährt, sind das plötzlich AUSGABEN. Irgendwie unlogisch!

Ein Unfall eines Angestellten auf dem Weg zur Arbeit (ab dem Überschreiten der Haustür-Schwelle) gilt aber als Arbeits-Unfall und ist durch die Berufsgenossenschaft versichert. Auch irgendwie unlogisch, wenn der Arbeitsweg, wie behauptet, Privatsache ist!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

Zinsen für ausstehende Krankenkassen-Beiträge sollen sinken

http://www.derwesten.de

04.03.2013 | 18:47 Uh

Wer seinen Krankenkassenbeitrag nicht bezahlen kann, verliert nicht seinen Versicherungsschutz, muss aber sehr hohe Verzugszinsen bezahlen.

Berlin.   Die Krankenversicherungen sollen bei ausstehenden Beträgen nur noch zwölf statt bis bisher 60 Prozent Zinsen im Jahr berechnen dürfen. Hunderttausende Versicherte sind mit ihren Beiträgen im Rückstand. Die Bundesregierung will Betroffenen helfen und sie vor der Schuldenfalle schützen.

Wer seine Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht bezahlt, der kann schnell in die Schuldenfalle tappen. Denn bisher müssen säumige Versicherte bis zu 60 Prozent Zinsen im Jahr bezahlen. Nun will die Bundesregierung Betroffenen helfen und die Wucherzinsen senken. Für Privatversicherte soll es einen Notlagentarif geben, wenn sie sich ihre Police nicht mehr leisten können. Dies geht aus einem Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium hervor, der sich in der Ressortabstimmung befindet. Noch vor der Bundestagswahl soll das Gesetz verabschiedet werden.

60 Prozent kann sich keiner leisten

Demnach soll für GKV-Versicherte die Zinslast pro Monat von fünf auf ein Prozent sinken. „Es ist gut, dass wir den Wucher der gesetzlichen Krankenversicherung beenden, denn 60 Prozent Zinsen im Jahr kann sich kein Mensch leisten“, sagte Unions-Gesundheitsexperte Jens Spahn (CDU), der im Oktober in dieser Zeitung niedrigere Zuschläge gefordert hatte.

 

Leserbrief Dr. Helmuth Herterich:

Leserbrief zum Artikel "Ende der Wucherzinsen?"; Die Zeit Nr. 16 vom 11. April 2013

 

 

5% Zinsen pro Monat sind NICHT 5 x 12 = 60 % Zinsen pro Jahr!

Wer so rechnet vergisst den Zinseszins-Effekt. (Die nach jedem Monat angefallenen Zinsen vergrößern die ursprüngliche Schuld und müssen erneut verzinst werden.) Deshalb liegen die effektiven Zinsen weit höher!

 

In Wahrheit sind 5 % Zins pro Monat effektiv 80 (!) % Zins pro Jahr.

 

Eine Schuld, die mit 5 % pro Monat verzinst wird, verdoppelt sich alle 14 Monate. So beträgt sie nach 3 ½ Jahren schon das 8 fache der ursprünglichen Schuld und nach 7 Jahren das unglaubliche 64fache!!

 

 

 

 

Leserbrief zu den Äußerungen von Herrn Ackermann bez. des Rettungspaketes

 

 

Wo er Recht hat, hat er Recht----- der Herr Ackermann

 

 

Wieso regen sich Bundeskanzlerin Merkel und ihr Finanzminister eigentlich auf, wenn Herr Ackermann sagt: “Und ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden“?

 

Wo lebt Herr Steinbrück eigentlich, wenn er wegen dieser Äußerung „seinen Ärger aus sich herausgeschrieen hat“? Scham ist das Mindeste, was man erwarten kann, wenn jemand das Geld seiner Kunden „verzockt“ und dann die Allgemeinheit um Hilfe bittet.

Und natürlich wird man die Banken, die diese Hilfe beantragen, mit großer Vorsicht beobachten. Ich würde doch auch auf dem nächsten Bahnhof den Zug wechseln, wenn ich wegen grober Fahrlässigkeit des Zugführers gerade noch einer Katastrophe entgangen bin.

Übrigens: 1 Milliarde Euro, das ist 20 (!) Jahre lang jeden Samstag 1 Million im Lotto gewinnen. Und wir sprechen hier von 500 Milliarden!

 

Und noch etwas: Wenn diese 500 Milliarden fällig werden, ist jeder Bundesbürger mit 6000 Euro dabei (500 Milliarden : 82 Millionen = 6100).

Die Staatsgarantie landet ja auf jeden Fall bei demjenigen, der am Ende der Kette steht: Dem Bürger! Entweder als Neuverschuldung oder als Steuererhöhung. Es ist mir unverständlich, wie man in der jetzigen Situation von möglichen Steuererleichterungen sprechen kann.

 

Dr. Helmuth Herterich   

 

 

 

Leserbrief zum Artikel "Das Wunder von Wörgl" in der Zeit Nr. 52

 

Das schnelle Zirkulieren des Geldes kann nicht die Lösung sein. Mein Großvater erzählte mir gelegentlich von der Inflation 1923, als man das ausbezahlte Geld binnen Stunden wieder ausgeben musste, weil es rasant an Wert verlor.  Der WERT des Geldes (bzw. des mit einer  Zahl bedruckten Papiers) kann also nicht von der Zirkulationsgeschwindigkeit abhängen. Sondern vom Vertrauen, dass man auch nach mehreren Weitergaben die gleiche Leistung erhält, für die man diesen Zettel bekommen hat.
Der Trick von Wörgl war, dass die Gemeinde eine Art "ungedeckten Scheck" ausgegeben hat, der von Hand zu Hand ging. Spätestens, wenn der arabische Ölscheich bei dem der Gutschein letztendlich gelandet wäre, damit den Gemeindewald gekauft hätte, wäre das System zusammengebrochen.
Urstromtaler, Chiemgauer und wie die Nachfolger sonst noch heißen, haben natürlich -wie Gutschriften bei Nachbarschaftshilfe- den Vorteil, dass der Staat bei den Transaktionen keine Steuer bekommt. Doch dies ist eine andere Geschichte.

 

Helmuth Herterich

 

 

Reversible Kältemischung

 

 

Hallo Matthias,
da mich Deine Frage sehr interessiert habe ich in meinen alten Büchern geforscht und folgendes herausbekommen:

1)Die meisten Kältemischungen kommen für Deinen Zweck NICHT in Frage, da man irgendwelche Salze oder Säuren mit Schnee oder Eis mischen muss und die rückläufige Reaktion nicht praktikabel ist.
2) für die meisten Zwecke genügt ein Kälte-Akku (kann man auch selbst machen; leere Milchtüte oder Schlauch mit Wasser füllen, in das Tiefkühlfach; Achtung, nicht ganz füllen, da sich Wasser beim Gefrieren um 10 % ausdehnt!). Nachteil: Kann nicht auf "Vorrat" bereitgestellt werden.
3) Das einzige brauchbare Rezept: Gleiche Gewichtsteile Wasser und Ammoniumnitrat zusammengeben. Die Temperatur sinkt von Raumtemperatur auf minus 10 Grad.
Die Mischung kann im Backofen bei ca. 100 wieder getrocknet und dann wiederverwendet werden. (Achtung: Ab 175 Grad zerfällt das Ammoniumnitrat zu Lachgas und Wasserdampf )

Das Problem:Ammoniumnitrat wird von Terroristen für Sprengstoffe (aus Dünger = Ammmoniumnitrat plus 10 % Diesel) verwendet und ist deshalb (außer Du arbeitest in einem Labor oder bist Chemiestudent) kaum legal zu erwerben.

Mögliche Lösung: Kalkammonsalpeter (=handelsübliches Düngemittel; nicht mehr sprengfähig)..

Wikipedia: ....

„Kalkammonsalpeter dient in der Landwirtschaft als wichtigster N-Dünger. Bei Kontakt mit Wasser reagiert er endotherm. Als Nitratdünger hat er eine schnelle Anfangswirkung, die durch die Nitrifikation des Stickstoffanteils aus dem Ammonium nach und nach ergänzt wird. Die bodenversauernde Wirkung der N-Anteile wird durch den enthaltenen Kalk kompensiert.

Im Gesundheitswesen (hauptsächlich Rettungsdienst) werden Kälteeinmalkompressen verwendet. Die Kompressen bestehen aus einem Außenbeutel, der mit Kalkammonsalpeter gefüllt ist und einem inneren, mit Wasser gefüllten Flüssigkeitsbeutel. Bei der Anwendung wird der inneren Flüssigkeitsbeutel perforiert, das Wasser wird freigesetzt und reagiert endotherm mit dem Kalkammonsalpeter. Dadurch wird der Umgebung Wärme entzogen und die Kühlwirkung tritt ein.“

Verwendet werden die Kompressen zur schnellen Kühlung bei akutem Schaden (zum Beispiel Sportverletzung), um Schwellungen zu vermeiden.“

 

Hoffentlich bist Du durch meine Auskunft weitergekommen.

Wenn Du Erfolg haben solltest, so informiere mich bitte!

Gruß,

Helmuth

 

 

 

 

Scheinheilig

 

Da fliegen 15.000 Journalisten, Klima-Funktionäre und Politiker zum Jammern nach Kopenhagen ---- und es passiert nichts!

Warum auch? Selbst unser Umweltminister fährt nicht etwa ein Elektro-Auto, sondern einen großen Daimler!

Und am vergangenen Wochenende wurde in Düsseldorf auf 3000 LKW-Ladungen Kunstschnee ein Ski-Rennen durchgeführt.

Aber wir trennen unseren Müll, werfen die Glühlampen weg und und und...

O sancta simplicita!

 

 

 

 

Sommerzeit

 

Warum lässt man nicht die "Sommerzeit" das GANZE Jahr? Oder noch besser: Warum verschiebt man unsere Uhrzeit nicht gleich um 2 Stunden?

Als man die Mitteleuropäische Zeit einführte, lebten wir zu 2/3 in einer bäuerlichen Gesellschaft (ohne elektrisches Licht), in der man  um 20 Uhr schlafen ging und um 4 Uhr wieder aufstand. D.h. MITTERNACHT (= die Mitte der Schlafenszeit) war um 24 Uhr.

Heute gehen wir um 22 Uhr zu Bett und stehen um 6 Uhr wieder auf. D.h. der „Mittelpunkt" unserer Schlafenszeit ist um 2 Uhr und nicht mehr um 24 Uhr.

Damit "Mitternacht" (d.h. die Zeit, wo es am dunkelsten ist) auf den „Mittelpunkt“  unserer Schlafenszeit, d.h. auf die 2 unserer Uhr fällt, müsste man unsere Uhren um 2 Stunden vorstellen. Diese „Hochsommer-Zeit“ gab es übrigens zwischen 1947 und 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone (Moskauer Zeit).

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

System-Kritiker Chodorkowsky?

 

 

Ich kann das Gerede vom "System-Kritiker" nicht mehr hören.

Glaubt denn wirklich jemand, dass Ch. seine Milliarden auf ehrlich Art und Weise angehäuft hat?

Natürlich hat er -wie so viele in der Übergangszeit von Kommunismus zu Raubtier-Kapitalismus"- das Geld vom russischen Staat gestohlen.

Nur -im Gegnsatz zu den anderen Gangstern- hat er versucht, die Hand, die ihn beschützte, zu beißen. Und da hat Putin, der alte verschlagene Fuchs, den aufmüpfigen Ch. als warnendes Beispiel sozusagen geschlachtet. Recht geschieht ihm!

 

Helmuth Herterich

Leserbrief an den Bonner General Anzeiger

zum Artikel „Ein Wettlauf gegen die Zeit (Arbeitskonferenz der UN-Klimaschutz-Experten in Bonn)“ vom 23. Mai 2012

 

 

Nur 3,5 % der gesamten CO2-Emission auf der Erde gehen auf mensch­li­che Aktivitäten zurück; der Rest ist natürlichen Ursprungs (lt. Lexi­kon der Öko-Irrtümer). Und an diesen 3,5 % ist Deutschland mit etwa 3-4 % beteiligt. Da kann man sich ja gut vorstellen, was z.B. eine 20%ige Reduzierung der deutschen CO2-Freisetzungen global bringt!

 

Man kann es schon nicht mehr hören: Jedes Jahr treffen sich 10-15.000 Klima-Experten (plus noch mal so viele Journalisten) an einem schönen Ort (Bali, Kopenhagen, Cancun, Durban), diskutieren und lamentieren eine Woche lang. Und finden natürlich keine Lösung. Weil ja immer der andere anfangen soll. Nach der letzten –dramatisch durchdiskutierten- Nacht werden vom übernächtigten Tagungsleiter stolz einige Absichtserklärungen vorgelesen. Dann reisen alle wieder nach Hause und bereiten die nächste Tagung vor. Und zwischendurch treffen sich die UN-Experten nochmals im Maritim-Hotel in Bonn zur Arbeitskonferenz.

 

Man schafft es nicht einmal, z.B. eine Abgabe von 10 Cent pro Liter (steuerfreiem) Flugbenzin zu fordern, geschweige denn durchzusetzen. Mit den dadurch eingenommenen Milliarden könnte man schon mal konkret was anfangen. Aber vielleicht will man das gar nicht!

So langsam kommt mir die ganze Sache mit dem Klimawandel (und den dadurch beschworenen Katastrophen) unglaubwürdig vor:

Entweder ist es wirklich 5 vor 12; dann muss man den großen Riemen auf die Orgel schmeißen und JEDER muss sein Opfer bringen.

Oder es handelt sich um eine neue Version des Märchens „Des Kaisers neue Kleider“.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an die ZEIT zum Artikel „Die Methode Photoshop“ (Schummeln in der Naturwissenschaft) vom 29. Sept. 2011 (ZEIT Nr. 40)

 

Ich erinnere mich an einen Witz aus meiner Studienzeit. Er wurde gelegentlich von Mathematikern erzählt, um uns Naturwissenschaftlern eins auszuwischen:

 

Ein Naturwissenschaftler will beweisen, dass alle ungeraden Zahlen Primzahlen sind.

„1 ist eine Primzahl; 3 ebenfalls, 5 auch, 7 ebenfalls, 9 ist ein Messfehler, 11 Primzahl, 13 Primzahl, 15 Messfehler, 17 Primzahl, 19 Primzahl; Ende der Messreihe. Damit ist mit hinreichender Genauigkeit bewiesen, dass alle ungeraden Zahlen Primzahlen sind. Quod erat demonstrandum!“

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

An die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

Leserbrief zum Artikel „Die Kirche und die Kundschaft“ vom 30. September 2012

 

Durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ist es endlich klar: Die Katholische Kirche ist keine Religion, sondern ein Verein!

Es ist wie beim Sportverein: Wenn man keinen Vereinsbeitrag bezahlt, wird man ausgeschlossen und darf die Sporthalle und die Aschenbahn nicht mehr benutzen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man keinen Sport mehr betreiben kann; man muss halt auf eigene Faust durch den Wald joggen.

Ich bin mal gespannt, ob der liebe Gott (wenn es einen gibt) nach meinem Tod vor der Himmelspforte zu meiner Seele (wenn ich eine habe) sagt: „Sorry, for members only!“

 



Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief zum Artikel „Strom vergeuden, aber stilvoll“ von Winand von Petersdorff (FASZ Nr. 35, 2. September 2012)

 

Früher gab’s nicht nur mehr Lametta, sondern viel weniger Strom für’s Geld. Warum nur haben unsere Großeltern überall funzelige 25 Watt-Glühbirnen eingeschraubt? Und die  -sobald sie aus dem Zimmer hinaus sind- sofort ausgeschaltet?

Weil zu Beginn des 1. Weltkrieges 1 kWh Strom den Stundenlohn eines Facharbeiters gekostet hat, nämlich 40 Pfennig!

Die heutigen mickrigen 25 Cent verführen gerade dazu, die elektrische Energie zu verschwenden. Wer schon mal 2 Stunde im Fitness-Club mit 150 Watt auf dem Ergometer gestrampelt hat, der weiß, was die dabei geleistete 1/3 kWh wirklich wert ist!

Übrigens: Ein Sklave hat (z.B. in der Tretmühle oder auf der Galeere) in 1 Jahr etwa 100 (!) kWh geleistet. Mehr war nicht drin! Wie billig sind dagegen doch unsre elektrischen Maschinen!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

Leserbrief an Sonntagszeitung_Politik@faz.de

"Der Krieg in seinem Kopf"; traumatisierte Bundeswehrsoldaten. FASZ Nr. 23, Seite 51

 

 

Es gibt ein Sprichwort: "Wem es in der Küche zu heiß ist, der sollte nicht Koch werden".


Erstaunlicherweise sind diese traumatisierten Soldaten alles Freiwillige, die sich für 110 Euro pro Tag nach Afganistan verpflichtet haben. Und dann ganz böse sind, dass dort getötet und gestorben wird.

 

Mann oh Mann, was hätten denn unsere Väter sagen sollen, die als Wehrpflichtige  fast 6 Jahre im Krieg waren?

 

Wer (freiwillig) Soldat wird, sollte sich vielleicht mal vorher einen Kriegsfilm wie "Hamburger Hill" oder "Der Soldat James Ryan" ansehen, damit er weiß, was auf ihn zukommen kann.

 

Vielleicht ist es kein Zufall, dass die beiden zitierten (traumatisierten)  Berufs-Soldaten (einer sogar ein Oberst-Leutnant!) "Bindestrich-Männer" sind?

 

 

mit freundlichen Grüßen

 



Dr. Helmuth Herterich

 

 

Schreiben an die EU wegen REACH (ein umfangreiches europäisches Chemikaliengesetz)

 


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich halte diese Riesenwerk für "gut gemeint". Aber wie sagte mein Vater: "Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht".

Um die gelegentlich vorkommenden Schäden (ich bin überzeugt, dass der Nutzen der "Chemie" um zig Größenordnungen höher ist, als die negativen Auswirkungen) durch "Chemikalien" zu eliminieren, wird hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Ähnlich, wie wenn man eine Fliege an der Wand mit dem Vorschlaghammer erschlägt: èFliege erledigt; Wand zusammengefallen.

 

Der Auftrag der Technik/Chemie ist es, dem Menschen das Überleben zu sichern bzw. zu erleichtern.

 

 

Die Industrie will Produkte

Ø                 ohne Restriktionen

Ø                 mit Gewinn
verkaufen und dabei möglichst noch ein gutes Gewissen haben.

 

Der Politiker hat ein Ziel: Er will wiedergewählt werden

 

Der Wähler (=Kunde der Industrie) hat

l Emotionen

l Hoffnungen

l Ängste

und fragt sich

l     ist das Produkt für mich nützlich?

l     kann es mich (meine Kinder) gefährden?

l     welches Risiko nehme ich für welche Chance in Kauf?

 

 

Offensichtlich geht man in Brüssel davon aus, dass der Kunde kein Vertrauen  zu seinem Lieferanten (der Industrie) hat.

Wenn ich mir ein Brot kaufe, brauche ich kein "Chemical Safety Assessment" und kein "REACH-System"; vorausgesetzt, ich vertraue meinem Bäcker ! Und wenn ich ihm nicht vertraue, helfen alle Regularien nichts: Ich kaufe mein Brot nicht bei ihm!

 

Wenn ein Außerirdischer (der uns z.B.10.000 Jahre in der Entwicklung voraus ist) sich unsere derzeitige Erde anschaut, wird er uns alle für verrückt erklären:

 

==>Auf der einen Seite dieses "Weltraum-Schiffes" sieht er folgendes:

 

Ø      2025 wird es 8,5 Milliarden Menschen geben

Ø      Bereits heute sind 1 Milliarde Menschen unterernährt

Ø      1 Milliarde Menschen sind Analphabeten

Ø      Die Hälfte der Weltbevölkerung (3 Milliarden Menschen) hat weniger als 2  US $ am Tag zur Verfügung

Ø      Von den 30.000 bekannten Krankheiten können derzeit nur 10.000 behandelt werden

Ø      Die meisten Menschen sterben nicht an Altersschwäche, sondern an Hunger und Krankheiten

Ø      Millionen Menschen sind aus nackter Not gezwungen, die Natur zu plündern und die Umwelt zu verschmutzen

 

==>auf der anderen Seite:

 

In Europa versucht man, mittels eines wohl durchdachten Systems die chemische und weiterverarbeitende Industrie zu ruinieren (Vielleicht sogar bewusst; ähnlich wie man es in Deutschland bereits mit der Kern-Energie geschafft hat). Die gleiche Industrie, der man es zu verdanken hat,

Ø      dass die Kindersterblichkeit innerhalb seit 1900 von über 20% auf 0,2% gesunken ist

Ø      dass man zur Ernährung des Volkes keinen "Lebensraum im Osten" (und damit keine Eroberungskriege) mehr benötigt

Ø      dass Geiseln der Menschheit wie Pest, Cholera, Pocken, Gelbfieber nahezu ausgerottet sind

 

 

In einem Märchen der Gebrüder Grimm wird das „kluge Else-Syndrom“ beschrieben:

...................Nach dem Essen ging die kluge Else in den Keller um Bier zu holen. Sie sah über sich an der Wand eine Hacke, welche die Maurer vergessen hatten. Da fing sie an zu weinen und zu jammern: „Wenn ich den Hans heirate, und wir kriegen ein Kind, und das ist groß, und wir schicken das Kind in den Keller, dass es soll Bier zapfen, so fällt ihm hier die Hacke auf den Kopf und schlägt‘s tot.“
Die Geschichte erzählt weiter, dass nacheinander die Magd, der Knecht, die Mutter und der Vater in den Keller gingen. Da saßen sie schließlich beisammen und jammerten mit der Else über das Unglück, dass sie vielleicht einmal treffen könnte...........................

 

Dieser Fortschritts-Pessimismus wird erreichen, dass die 1. Welt sich durch Überregulierung selbst zerstört. Recht geschieht ihr!

 

 

 

Mein Vorschlag (natürlich sehr "blauäugig"!):

 

Das VERTRAUEN der Bevölkerung in die Industrie (speziell der Chemischen Industrie) muss wieder hergestellt werden.

 

Die gesamte Industrie Europas verpflichtet sich zu der Erklärung:

 

"Wir übernehmen die volle Verantwortung für unsere Produkte.

 

Diese „product stewardship“ umfasst

Ø                 Herstellung

Ø                 Verwendung

Ø                 Wiederverwertung

Ø                 und Entsorgung"

 

Zuwiderhandelnde werden drastisch bestraft (bis zum totalen Produktionsverbot); eine gemeinsame Versicherung sorgt für angemessene Entschädigung bei evtl. Schäden durch die Produkte.

 

 

Die größten Gefahren, die unseren Planeten bedrohen,
sind nicht Technik und Industrie, sondern Ignoranz und Unterdrückung

(Aus dem „Heidelberger Appell“ von 2600 Wissenschaftlern, darunter 72 Nobelpreisträgern)

 

mit freundlichen Grüßen,

Ihr Helmuth Herterich

 


 

 

 

 

Auszug aus der Forum-Diskussion zur Umbenennung des Bayer Geschenke-Ladens in „gift-shop“ (!)

 

Keine Frage, für einen global aufgestellten Konzern ist die Verwendung einer Hauptkonzernsprache für die internationale Kommunikation eine unerlässliche Voraussetzung. Das dieses für Bayer, mit seinen Hauptstandorten und Märkten in englischsprachigen Ländern, Englisch ist, wird wohl von niemandem bestritten. Das Englisch aber auch für ein LOGO verwendet wird - "Performance through people"- mit dem die Mitarbeiter für einen Veränderungsprozeß motiviert werden sollen, erweckt bei mir Zweifel der Sinnhaftigkeit. Ich wage zu behaupten, dass 80% unserer deutschsprachigen Kollegen und Mitarbeiter das verwendete Idiom nicht verstehen bzw falsch übersetzen. Wer aber etwas nicht versteht, kann ihn - den Veränderungsprozeß - auch nicht wirklich innerlich umsetzen. Warum heißt es nicht: BAYER - Erfolg durch Menschen!

Mit freundlichen Grüssen

Hans-N. Rindfleisch

 

 

 

Herr Rindfleisch hat recht. Entweder will "man" die Leute bewusst verwirren, oder sie sind diesen Organisations- und Kommunikations-Fuzzys völlig egal. Beide Möglichkeiten erscheinen gleich menschenverachtend.  Wenn man im Vorstandsrundschreiben "Grundzüge der Neuordnung der Bayer-Organisation" liest, dass zu den Kernaufgaben des Vorstandes Performancemanagement, Ressourcenallokation und Business Excellence gehören, fängt man an, sich über die Zukunft unserer Firma Sorgen zu machen. Die wirkliche Kernfrage - "warum ist seit einigen Monaten eine HOLDING (ich wage zu behaupten, dass 80 % unserer Kollegen nicht erklären können, was das ist) die Lösung unserer Probleme?" – hat bisher noch niemand klar beantwortet.

Helmuth Herterich

 

 

05. März 2002

Das aufkochende Problem mit dem "gift-shop" steht symptomatisch für eine tiefsitzende  Verunsicherung aller Kollegen unserer Firma. Und es hat nur indirekt mit dem übertriebenen Gebrauch von englischen Ausdrücken zu tun: Die Leute verstehen ihre Führung nicht mehr!    Napoleon hat erkannt, wie wichtig der Korpsgeist (das Wir-Gefühl) ist und es militärisch ausgedrückt: "Die Moral ist ¾ der Kampfkraft".

Warum ist bei den meisten Mitarbeitern großer Firmen der Korpsgeist (heute mit dem Modewort "corporate identity" bezeichnet) nicht mehr vorhanden?

Nach meiner Meinung ist das Vertrauen verloren gegangen. (Und wie heißt der Slogan der Deutschen Bank so treffend: "Vertrauen ist die Basis von allem") 

Tief im Inneren hat jeder Angst, verkauft und dann wegrationalisiert zu werden! Bis hinauf zur zweithöchsten Management-Ebene weiß oft keiner, ob er im nächsten Monat überhaupt noch bei seiner alten Firma ist. Und ob es seine alte Firma dann überhaupt noch gibt!                   

Selbst wenn er nicht verkauft wird, wenn sich seine Firma nur mit einer anderen zusammenschließt, sind dann plötzlich viele Posten doppelt besetzt. Und er liest dann, dass die neue große Firma durch den Abbau von Tausenden von nun überflüssigen Stellen ihren Börsenwert erhöhen wird! #

Ein Paradebeispiel für die systematische Zerstörung des Heimatgefühls in einer Firma war Hoechst: Herr Dormann hat es in kurzer Zeit geschafft, dass ein über 130 Jahre altes Wir-Gefühl ("wir sind nicht bei Hoechst - wir sind Hoechst!") völlig vernichtet wurde.

Gibt es nicht eine frappante Ähnlichkeit mit dem absolutistischen Fürsten, der - ohne irgendwelche Skrupel - einen Teil seines Landes mitsamt den darin lebenden Bürgern einfach verkaufte, ohne sie  überhaupt zu fragen? Weil das nicht ins "Kerngeschäft" passte. Sozusagen eine Art von  "machiavellistisches Portfolio-Management"!

 

Zitat Fredmund Malik, Präsident des Management-Zentrums in St. Gallen: "Normalerweise braucht   man Menschen nicht zu motivieren. es genügt schon, sie einfach nicht zu demotivieren. Was sie brauchen, ist Vertrauen in die Führung; sie müssen ein Minimum an Sinn in Ihrer Tätigkeit erkennen können. Wenn diese beiden Bedingungen nicht erfüllt sind, ist jeder Motivationsversuch nicht nur  unwirksam, sondern er schlägt sogar ins Gegenteil um. Er wird als eine besonders raffinierte Form von Zynismus verstanden."

 

 

H. Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an den KstA zum Artikel "130 Millionen Erfolgsprämie trotz Verlust" am Freitag, 12. März

 

Titel: 130 Millionen Erfolgsprämie trotz Verlust; die Commerzbank zahlt ihren Investmentbankern 30 % mehr. Die Aktionäre gehen leer aus

 

Ich möchte vorausschicken, das ich kein Aktionär dieser Bank bin.

Als Kunde bin ich jedoch verärgert über diese "Real-Satire" und werde mein Aktien-Depot dort umgehend auflösen. Es ist offensichtlich ein Zeichen besonderer Dekadenz, wenn man sich seitens dieser Bank nicht schämt, Ausdrücke wie "wir verstehen die Aufregung nicht" zu äußern.

Nicht nur, dass es geradezu dreist ist, den Angestellten 30 % mehr zu zahlen, wenn die eigentlichen "Eigentümer" dieser Bank, die Aktionäre, keinen Cent bekommen - man muss sich nur mal einen Satz wie   ".....befand sich zwar im vergangenen Jahr mit 32 Millionen Euro im Minus, gegenüber dem Verlust von 248 Millionen Euro im Jahr zuvor war dies jedoch eine deutliche Verbesserung" auf der Zunge zergehen lassen, um die perverse Logik einigermaßen nachvollziehen zu können.

 

Wenn man sich die Mühe macht, die ausgeschüttete Summe von 130 Millionen Euro durch Zahl der 1374 Beschäftigten zu dividieren, erhält man eine Pro-Kopf-Prämie von 95.000 Euro. Nicht schlecht für ein Unternehmen, das von den Kunden lebt!

Wie sagte Brecht so treffend: Idioten überfallen eine Bank; es ist viel einträglicher, eine Bank zu gründen !

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Helmuth Herterich

 

 

 

 

Betreff: Zeit Nr. 26 (2008): Zentralabitur in NRW; Nie wieder Mathe

 

Mann oh Mann! mein Abitur ist zwar schon 43 Jahre her (und schon damals als ZENTRAL-Abitur in Bayern), aber das Problem des in einen Würfel einbeschriebenen Oktaeders habe ich innerhalb von 5 Minuten mit ein paar Bleistift-Strichen auf dem Rand der Zeitung gelöst. (Ich bin kein Mathematiker, sondern pensionierter Feuerwehr-Offizier.)

Wenn man den Pythagoras kennt und weiterhin weiß, dass das Volumen einer Pyramide 1/3 Grundfläche mal Höhe ist, ergibt sich das Volumen des Oktaeders zu 1/6 des Würfels!

Ich weiß zwar nicht, wie ausführlich die genannte Mathe-Aufgabe war, aber Frau Krogmann, mit Leistungskurs Mathe und Studienwunsch Mathematik hat wahrscheinlich einen Aussetzer gehabt. Schwer war diese Aufgabe jedenfalls nicht!

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 Leserbrief an die ZEIT

 

„Metall kauft Gummi“ Der Familienkonzern Schaeffler will bei Continental einsteigen.

Die Zeit Nr. 30 (2008), Seite 25

 

 

Ich halte den Mitarbeitern von Continental die Daumen, dass die Übernahme ihrer Firma durch das fränkische Familien-Unternehmen Schaeffler klappt!

Warum?

Vor 7 Jahren hat die Schaeffler-Gruppe die Firma FAG (Kugelfischer) in meiner Heimatstadt Schweinfurt „feindlich“ übernommen. Und entgegen aller Erwartungen ging es nachher wieder aufwärts! Mein alter Schulfreund  Gerhard, der 45 Jahre bei Kufi gearbeitet hatte (vom Stift bis zum Meister), war das ständige Umorganisieren und „Outsourcen“ bei FAG dermaßen leid, dass er schon in den Frühruhestand gehen wollte. Nach der Übernahme bekam er wieder richtig Freude an der Arbeit.

Auch entgegen meiner Erwartungen („die wollen sich nur eine lästige Konkurrenz vom Halse schaffen!“), ging es mit den neuen Herren aus Herzogenaurach zügig weiter. Offensichtlich verstehen es die Schaefflers, die Leute ihrer Firma zu motivieren - auch die Neuen! In Schweinfurt lässt man seitdem auf jeden Fall nichts auf Schaeffler kommen! Und meine Meinung über feindliche Übernahmen habe ich auch überdacht.

 

Vielleicht sind es wirklich nur die Familien-Unternehmen, die langfristig eine Chance haben. (Hier gibt der Chef das „eigene Geld“ aus und macht die eigene Familie arm, wenn etwas schief geht)

 

aber das ist eine andere Geschichte!

 

Dr. Helmuth Herterich, Sankt Augustin

 

 

Leserbrief zur Titelgeschichte "(K)ein Platz für Gott" ( „Bild der wissenschaft“) Dezember 1999)

 

Trotz aller Diskussion gibt es für mich als Naturwissenschaftler einige einleuchtende und eindeutige Gründe, an Gott (was immer man sich darunter vorstellt) zu "glauben":

 

Den ersten hat schon Thomas von Aquin so formuliert, dass man nichts mehr hinzufügen kann (Meiner Meinung nach der einzige und schönste Gottesbeweis)!

Und er deckt auch den Urknall ab!

 

Es ist unmöglich, dass etwas sich selbst bewegt.

Also muss alles, was in Bewegung ist, von einem anderen bewegt sein.

Wenn demnach das, wovon etwas seine Bewegung erhält, selbst auch in Bewegung ist, so muss auch dieses wieder von einem anderen bewegt sein und dieses andere wieder von einem anderen.

Das kann aber unmöglich so ins Unendliche fortgehen, da wir dann kein erstes Bewegendes und infolgedessen überhaupt kein Bewegendes hätten. Denn die späteren Beweger bewegen ja nur in Kraft des ersten Bewegers, wie der Stock nur insoweit bewegen kann, als er bewegt ist von der Hand.

Wir müssen also unbedingt zu einem ersten Bewegenden kommen, das von keinem bewegt ist.

Dieses erste Bewegende aber meinen alle, wenn sie von ”Gott” sprechen.

 

Thomas von Aquin; Beweis für die Existenz Gottes aus der Bewegung

 

Der zweite ist als Pascals Wette (le pari de Pascal) bekannt:

Der Glaube an Gott ist wie ein kostenloses Lotterielos mit der Aussicht auf den Hauptgewinn. Es wäre müßig, darüber zu diskutieren, ob es einen Hauptgewinn gibt. Und wenn man sowieso "ein anständiger Mensch" ist und nach dem kategorischen Imperativ lebt, dann fällt es einem nicht schwer, die 10 Gebote einzuhalten.

Egal, ob es sich (im Jenseits) "bezahlt macht".

 

Der für mich wichtigste Grund ist rein subjektiv:

Das Sprechen mit "Gott" im Gebet beruhigt und gibt Kraft. Vielleicht ist es nur eine Art Meditation oder autogenes Training - aber es hilft mir!

Und wenn man irgendwann die "letzte Reise" antritt ist es leichter, wenn man meint das Ziel zu kennen als zu befürchten, ins Nichts abzustürzen.

Die institutionalisierten Religionsgemeinschaften brauche ich nicht:

Man kann ja auch Sport treiben, ohne eingetragenes Mitglied in einem Sportverein zu sein.

 

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

Titelthema „Viren - die heimlichen Herrscher“ bdw 6/2000

 

Treffen sich zwei Planeten. Auf die Frage des Einen: „Wie geht´s?“ antwortet der Andere: „Schlecht; habe homo sapiens!“. Antwort: „Hatte ich auch einmal; ist ekelig, aber geht schnell vorbei!“

Wenn man bedenkt, dass sich größenmäßig ein Virus zum Menschen wie ein Mensch zur Erde verhält, kann man schon „in´s Spinnen“ kommen. Vor allem wenn man daran glaubt, dass im Universum alles fraktal ist.

Also, vielleicht macht sich in meinem Körper gerade einen Gruppe von Kolonisten (==>Viren) - wie vormals Jason mit seinen Argonauten - auf den Weg von meiner Leber zur Milz.

Das Problem, den Wirt nur soweit zu schädigen, dass er nicht stirbt, kriegen wir bei unserem „Wirt“ Erde offensichtlich auch nicht so recht in den Griff!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief zum Artikel über den Treibhaus-Effekt in bdw 8/20001

 

 

Manchmal fragt man sich wirklich, warum die Menschen sich nach "Schein-Problemen" drängen. Vielleicht um sich von den wirklichen Problemen dieser Welt abzulenken?

Erinnern wir uns noch an das Y2K-Scheinproblem zur Jahrtausend-Wende? Milliarden wurden weltweit ausgegeben, um die Computer "jahrtausendsicher" zu machen. Und was ist passiert, auch bei denen, die nichts gemacht hatten? NICHTS!

Genauso wird es mit der Klima-Katastrophe sein. Wenn sie nicht eintritt, werden die CO2-Schwindler behaupten, sie hätten die Welt gerettet. Es ist wie bei den australischen Regentänzen!

 

Man kann über George W. Bush denken was man will, aber der Mann hatte Recht, den Kyoto-Vertrag nicht zu unterschreiben!

Nur 3,3 % der gesamten CO2-Emission der Erde gehen auf mensch­liche Aktivitäten zurück; der Rest ist natürlichen Ursprungs (Zitat Lexi­kon der Öko-Irrtümer).

Man frage sich nach dem alten Spruch der Kriminalisten bezüglich des Tat-Motivs „Cui bono? (= wer hat einen Vorteil davon?)“, wenn wir auf Teufel komm‘ raus von diesen 3,3 % ein Viertel einsparen sollen (und dabei kräftig die Wasserdampf-Konzentration erhöhen): Etwa die Kern­kraft-Industrie?

„Der Treibhaus-Effekt ist eine interessante intellektuelle Frage, aber sie ist für die Energie-Politik irrelevant. Wir sollten weniger Energie verbrau­chen, weil wir daraus schlichtweg einen Profit erzielen“ (Zitat Armory Lovins, amerikanischer Umwelt-Schützer).

Natürlich ist es unmoralisch, wenn wir unseren Nachkommen die nicht­nachwachsenden Energieträger (Erdöl, Erdgas usw.) verbrennen und darauf hoffen, dass denen schon was einfallen wird, um ohne Öl auszu­kommen! Doch dies ist eine andere Geschichte.

 

Dr. Helmuth Herterich

Cross-Border-Leasing
Cross-Border-Leasing
Pension gesichert, aber arbeitslos
Pension gesichert, aber arbeitslos
Treibhauseffekt und Energiepolitik
Treibhauseffekt und Energiepolitik
Miles and more?
Miles and more?
Eintrittskarten-Automat
Eintrittskarten-Automat

 

 

 

Leserbrief zum Artikel von Wolfgang Wiedlich "Wann schnappt die Treibhausfalle zu?" im  General-Anzeiger, 19./20. Februar 2005

 

Wieder einmal wird das Menetekel der Klima-Katastrophe und des Meeresspiegel-Anstiegs durch den weltweiten CO2-Ausstoß an die Wand geschrieben.

Manchmal fragt man sich wirklich, warum die Menschen sich nach "Schein-Problemen" drängen. Vielleicht um sich von den wirklichen Problemen die­ser Welt abzulenken?

 

In einem Märchen der Gebrüder Grimm wird das „kluge Else-Syndrom“ beschrieben:

...................Nach dem Essen ging die kluge Else in den Keller um Bier zu holen. Sie sah über sich an der Wand eine Hacke, welche die Maurer vergessen hatten. Da fing sie an zu weinen und zu jammern: „Wenn ich den Hans heirate, und wir kriegen ein Kind, und das ist groß, und wir schicken das Kind in den Keller, dass es soll Bier zapfen, so fällt ihm hier die Hacke auf den Kopf und schlägt‘s tot.“
Die Geschichte erzählt weiter, dass nacheinander die Magd, der Knecht, die Mutter und der Vater in den Keller gingen. Da saßen sie schließlich beisammen und jammerten mit der Else über das Unglück, das sie vielleicht einmal treffen könnte...........................

 

Erinnern wir uns noch an das Y2K-Scheinproblem zur Jahrtausend-Wende? Milliarden wurden weltweit ausgegeben, um die Computer "jahr­tausendsicher" zu machen. Und was ist passiert (auch bei denen, die nichts gemacht hatten?): NICHTS!

Genauso wird es mit der Klima-Katastrophe sein. Wenn sie nicht eintritt, werden die CO2-Schwindler behaupten, sie hätten die Welt gerettet. Es ist wie bei den australischen Regentänzen!

 

 

Die Erhöhung des CO2 in der Atmosphäre kommt von der Erwärmung (nicht umgekehrt!)

Durch Untersuchun­gen von Bohrproben im "ewigen Eis" haben Wissenschaftler den Temperaturverlauf auf unserem Planeten rekonstruiert. Danach schwankte die Temperatur in den letzten 100.000 Jahren um etwa 10 Grad. Warum wohl nannte Erik der Rote vor 1000 Jahren das heute eisbedeckte Grönland "Grünland" und das heute unwirtliche Neufundland "Wein­land"?

Zur Zeit rutscht die globale Temperatur (zum wiederholten Male in der Erd­geschichte) vom relativ kalten in den relativ warmen Bereich.

In unseren Ozeanen ist etwa 50-mal mal mehr CO2 gelöst als in der Atmo­sphäre vorhanden ist. Nicht nur Physiker kennen den Henry-Dalton-Effekt, dass sich in warmen Flüssigkeiten weniger Gas löst als in kalten; öffnen Sie doch mal eine warme Sekt-Flasche!

Wenn sich die Meere erwärmen, geben sie Kohlendioxid an die Luft ab (wie die warme Sekt-Flasche); mit dem Effekt, dass dort die CO2-Konzentration zu­nimmt.

Diese Theorie bringt jedoch für Wissenschaftler keine Forschungsmittel: Das umgekehrte Argument ("Die Er­wärmung kommt vom CO2-Anstieg in der Atmosphäre und damit vom Menschen!") ist weit lukrativer. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

 

Das Märchen vom Abschmelzen der Pol-Kappen

Selbst wenn die globale Temperatur um 5 Grad ansteigen sollte, wird der Meeres-Spiegel nicht ansteigen:

Ø     Fast die gesamte nördliche Eiskappe schwimmt auf dem Meer. Selbst wenn sie vollständig abschmelzen sollte, wird sich der Meeres-Spiegel da­durch nicht ändern: Nehmen Sie ein Glas, geben Sie eine große Portion Eis­würfel hinein und füllen Sie es bis zum Rand mit Wasser. Wenn das Eis geschmolzen ist, wird kein Tropfen übergelaufen sein. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Sie geht auf den Griechen Archimedes (etwa 250 v. Chr.) zu­rück.

Ø     Am Südpol ist es anders. Dort schwimmt das Eis nicht, sondern liegt auf dem arktischen Festland auf. Doch die Temperaturen liegen bei etwa minus 40 Grad. Nach einer Erwärmung um 5 Grad (auf minus 35 Grad) würde das Eis noch ge­nauso daliegen, wie zuvor. Im Gegenteil: Das Eis des Südpols entsteht durch Schneefall; und der Schnee wird durch Verdunstung des Meeres-Wassers in den wärmeren Gegenden der Südhalbkugel hervorgerufen. Wenn also die Temperatur dort zunimmt, wird mehr Wasser vom Meer ver­dunstet und damit steigt der Niederschlag an Schnee in der Antarktis. Je­dem Meteorologen ist bekannt, dass die Schnee-Menge in der Antarktis umso größer ist, je "wärmer" das Jahr ist.
Die Folge müsste demnach ein sinkender Meeres-Spiegel sein!

 

Nicht Kohlendioxid, sondern Wasserdampf ist das Treibhausgas Nummer eins

Durch den natürlichen Treibhaus-Effekt beträgt die mittlere Tempera­tur der Erde plus 15 Grad Celsius statt minus 18 Grad. Kohlendioxid trägt dazu 7 Grad, Wasserdampf aber 21 Grad bei! (Zitat Lexikon der Öko-Irrtümer)

 

Wenn man unsere Energie-Erzeugung auf die angeblich "saubere" Was­serstoff-Technologie umstellt, erniedrigt man zwar die CO2-Abgabe (übri­gens, jeder Liter Benzin setzt bei seiner Verbrennung zwangsweise 2,33 Kilogramm, jeder Liter Diesel 2,90 Kilogramm Kohlendioxid frei. Da hilft auch kein Katalysator. Da hilft nur sparsamer Verbrauch!), erhöht aber das Treibhaus-Gas Wasserdampf (jedes Kilogramm Wasserstofferzeugt 9 Ki­logramm Wasserdampf!)

 

Viel Lärm um Nichts?

Nur 3,5 % der gesamten CO2-Emission auf der Erde gehen auf mensch­li­che Aktivitäten zurück; der Rest ist natürlichen Ursprungs (Zitat Lexi­kon der Öko-Irrtümer). Und an diesen 3,5 % ist Deutschland mit etwa 3-4 % beteiligt. Jeder vernünftige Mensch kann sich an den Fingern abzählen, was der geplante Handel mit CO2-Zertifikaten (außer Beschäftigung der Behörden) für das globale CO2 bringt!

 

Wem nützt das alles?

Der alte Spruch der Kriminalisten bezüglich des Tat-Motivs heißt „Cui bono?" (= wer hat einen Vorteil davon). Wer also hat einen Vorteil, wenn wir auf Teufel komm‘ raus von diesen 3,5 % ein Drittel einsparen sollen (und dabei die Wasserdampf-Konzentration erhöhen): Etwa die Kern­kraft-Industrie?

 

Man kann über George W. Bush denken was man will, aber der Mann hatte Recht, den Kyoto-Vertrag nicht zu unterschreiben!

 

Damit ich nicht missverstanden werde: Natürlich ist es unmoralisch, wenn wir unseren Nachkommen die nicht­nachwachsenden Energieträger (Erdöl, Erdgas usw.) stehlen und darauf hoffen, dass denen schon was einfallen wird, um ohne Öl auszu­kommen! Doch dies ist eine andere Geschichte!

 

 Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

Spiegelverlag, Hamburg

20457 Hamburg

fax 040-3007-2966

 

 

Ausgabe Nr.7; „Kapitalismus ohne Gesicht“

 

Natürlich zeigt der Kapitalismus sein Gesicht-; und zwar sein wahres!

Jetzt schließt sich endlich der perverse Kreis: “Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“.

Weil Herr Müller sein mühsam erarbeitetes Geld nicht mehr auf das Sparbuch legt, sondern auf die Ratschläge seines Sparkassenberaters hört, wird er arbeitslos:

Er beteiligt sich -zur Altersvorsorge- an einem Fonds. Um den Erwartungen der Fonds-Fuzzies zu entsprechen und die „Performance“ zu erhöhen, muß sein Chef „desinvestieren, restrukturieren, outplacen“, kurzum: Herr Müller verliert seinen Job!

Das hat er nun davon und recht geschieht ihm!

Wenn er Glück hat, wird er mit einem Teil seiner Firma nur verkauft, weil dieser nicht „zum Kerngeschäft gehört“ und bei der „Umstrukturierung des Portfolios“ nicht ins Konzept paßt.

Wenn man dann bedenkt, daß jeder Idiot, wenn er nur nach dem DAX seine Aktien streut, bessere Ergebnisse als 95 % aller Fonds erzielt (die restlichen 5 % sind Glückstreffer!), fällt einem das Märchen von den neuen Kleidern des Kaisers ein.

Ein Außerirdischer würde uns alle für bekloppt erklären!

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

Leserbrief an den Generalanzeiger zum Lokführer-Streik Dezember 2007

 

„Alles schon mal dagewesen“.

 

An diesen Spruch des Oberrabiners Ben Akiba dachte ich, als ich die folgende Kuriosität in der Deutschen Eisenbahnzeitung vom Mai 1911 fand:

 

"Die Achselstücke verliehen!

 Wie mir soeben der Herr Eisenbahnpräsident Rüdlin te­lephonisch mitgeteilt hat, ist heute eine aller­höchste Entscheidung eingegangen, wonach den Loko­motivführern und Zugführern die Achselstücke der Eisenbahn-Assisten­ten verliehen worden sind. Die Meldung stammt aus ers­ter Quelle und bringe ich Ih­nen deshalb meinen herz­lichsten, allerherzlichsten Glückwunsch dar.“

Diese inhaltschwere Nachricht wurde in einer Ver­samm­lung der Angestellten der Staatsbahnen mitge­teilt und erweckte unbeschreiblichen Jubel. Dieser unvergessliche Augenblick wurde durch treffliche Worte des Vorsitzen­den, durch ein begeistert aufge­nommenes Hoch auf Se. Exzellenz den Herrn Minister und durch Anstimmen der Nationalhymne gekennzeich­net."

 

Man hat offensichtlich damals alle Lokomotivführer geschlossen zu Eisenbahn-Assistenten befördert. Warum geht das heute nicht nochmals?

 

Die Lösung des derzeitigen Konfliktes zwischen der Bahn-Leitung und den Lok-Führern könnte wie folgt aussehen:

 

Alle Lokführer werden geschlossen in die nächsthöhere Gehaltsklasse eingestuft. D. h., wenn sie noch Beamte wären, vom Mittleren in den Gehobenen Dienst.

 

Herr Mehdorn behält sein Gesicht, da er ja keiner „Lohnerhöhung“ zugestimmt hat, Herr Schell hat sein Ziel weitgehend erreicht und die Lok-Führer sind dann alle „eins höher“.

Bei der Polizei hat man das ja auch durchexerziert. Meines Wissens sind heute alle Polizisten im Gehobenen Dienst; den Mittleren Dienst –der früher die Regel war– gibt es praktisch nicht mehr.

 

 

Helmuth Herterich

 

 

 

Im Feuilleton der Zeit Nr. 52 lese ich gerade den liebevollen Artikel "By By Love" über das Karstadt Warenhaus am Hermannsplatz in Berlin.

Darin wird zweimal die "Raucherlounge im vierten Obergeschoss" erwähnt. Eine verblüffende Assoziation mit der "Raucherlunge" stellte sich bei mir ein!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an "stimmts@zeit.de"

 

Guten Tag,

 

Heute ist Winteranfang, d.h. Wintersonnenwende.

 

 

 

Meine Frage an Sie :

 

Wie konnten denn "die Alten" diesen Tag so genau bestimmen? Die größere Tageslänge ab diesem Tag spielt sich doch im Minutenbereich ab. Und damals gab es noch keine Uhren, die die Tageslänge auf die Minute genau bestimmen konnten.

 

 

 

Was die Wahrnehmung der größeren Tageslänge zusätzlich erschwert, ist dass der Tag der Wintersonnenwende zwar der kürzeste Tag des Jahres ist, aber weder derjenige mit dem frühesten Sonnenuntergang noch der mit dem spätesten Sonnenaufgang. Ersterer war in München bereits am 11. Dezember, in Berlin am 13. Dezember. Der späteste Sonnenaufgang wird dieses Jahr an Silvester sein.

 

mit freundlichen Grüßen,

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief: Zeit-Magazin 52; Titel: 44 1/2 Wahrheiten über die Liebe

 

Bei all den  Antworten auf die Frage, was denn die Liebe sei, wird Verliebtheit mit Liebe verwechselt: Verliebtheit ist ein Zustand; Liebe ist ein Prozess!

Meine Definition von Liebe: Jemanden den letzten Platz im Rettungsboot der Titanic überlassen.

Das würde ich für meine Kinder tun und für meine Enkel. Und auch für meine Frau!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

Leserbrief zum Artikel „Verschwörung gegen die Jugend?“ in der FAS Nr. 48, 1. Dezember 2013

 

 Warum vereinfacht man nicht die gesamte Rentenberechnung etwa nach der Formel:

 

Monatsbeitrag x Einzahlungsjahre = Monatsrente x Rentenbezugsdauer

 

D. h. Jeder bekommt während seiner Rentenzeit den gleichen Betrag zurück, den er während seiner Beitragszeit eingezahlt hat.

 

Dann kann sich jeder aussuchen, ob er mit 55  Rentner wird,  wenn er für die ihm statistisch noch verbleibenden 25 Jahre mit einer geringen Rente auskommt. Oder er arbeitet bis 70 und bezieht für die ihm dann noch (statistisch) verbleibenden 10 Jahre eine hohe Rente.

 

Klar ist, dass jemand, der 30 Jahre lang monatlich 500 Euro (inkl. Arbeitgeber-Anteil) einbezahlt hat, nicht 30 Jahre lang monatlich 1000 Euro erwarten darf!

 

Wenn –wie derzeit– Zins und Inflationsrate etwa gleich sind, stimmt diese einfache Rechnung.

Die genaue Rechnung -unter Berücksichtigung von Zins und Zinseszins unter Abzug der Inflationsrate- ist Sache der Versicherungs-Mathematiker.

 

 

Dr. Helmuth Herterich

Lieber Herr Drösser,

 

hier ein weiteres Problem für Ihre Kolumne:

(Ich weiß natürlich nicht, inwieweit meine Überlegungen "richtig" sind. Aber Sie werde es ja wohl verifizieren!)

 

 

Wie schwer ist Information?

 

Vor fast 20 Jahren schickte ich meiner jetzigen Frau (und damaliger Freundin) eine besprochene Audio-Kassette per Post zu. Weil die Kassette 30,0 Gramm wog - und dies das Höchstgewicht für einen Brief war - kam ich auf die folgende Überlegung:

 

Wird die Kassette durch das Besprechen „schwerer?“

 

Heute gibt’s keine Audio-Kassetten mehr; aber die Überlegungen gelten sinngemäß auch für USB-Sticks, Festplatten oder SD-Cards.

 

Meine Erklärung:

Durch die Information werden molekulare Magnete geordnet. Rein materiell ändert sich am Informations-Träger nichts.

Das ist vergleichbar mit einem Puzzle: Nach dem Zusammensetzen hat es noch die gleiche Anzahl an Puzzle-Teilen; nur sind sie jetzt geordnet.

 

Der Physiker nennt das: Die Entropie wird verringert.

Damit erhöht sich auch die Energie des Systems.

 

Nach Einstein  gilt:  E = m x c²

 

Das bedeutet: Wenn sich in einem System die Energie (durch Erhöhung der Ordnung) vergrößert, wird dementsprechend auch die Masse größer

.

Bei der Hiroshima-Atombombe wurde aus 1 Gramm Materie die Energie von 22000 Tonnen TNT freigesetzt. Da kann man sich vorstellen, wie klitzeklein der Gewichtsunterschied zwischen einer leeren und einer vollen Festplatte wohl ist. Kann man so geringe Masse-Unterschiede überhaupt messen?

 

 

mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief zum Artikel Arbeitskampf im Zeitmagazin Nr. 20 vom 8. Mai 2013 

 

Manchmal ärgere ich mich über das Zeit-Magazin. Vor allem, wenn seitenlang teure Armbanduhren oder magersüchtige Models abgebildet werden. Aber manchmal freue ich mich über wirklich gute und berührende Artikel. So z.B.  bei dem einfühlsamen Bericht von Julia Friedrichs über den "Arbeitskampf" im Braunschweiger Jobcenter. (Letztes Jahr hat mich ein ähnlich spannender Artikel über einen Groß-Schlachthof in Sachsen genauso "gepackt".) Man liest und meint., dabei zu sein. Und man spürt das echte Engagement der Autorin und das tiefe Interesse am Gegenüber. Chapeau!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

An den General-Anzeiger Bonn.

Leserbrief zum Artikel „Feuerwehrleute schlagen Alarm“ vom 9. April 2013

 

Zum wiederholten Mal lese ich im GA, dass sich  Bonner Berufs-Feuermänner anonym über Ihren Chef beschweren. Ich kenn Hern Stein nicht persönlich und kann deshalb seine Führungsqualitäten nicht beurteilen. Aber er muss offensichtlich einige Feiglinge in seiner Mannschaft haben. Ich dachte immer, Feuerwehrmänner sind mutig und offen. Warum wenden sich diese „Unzufriedenen“ nicht direkt an ihren Vorgesetzten? Notfalls -wenn man Angst um sein berufliches Weiterkommen hat- gibt es ja einen Personalrat, der dem Chef auf die Pelle rücken kann.

Aber sich versteckt an die Zeitung zu wenden, um dem Chef eins auszuwischen, ist nicht die Art, die man sich vom mutigen Feuerwehrmann vorstellt. Da lobe ich mir die Kameraden der Feuerwehr Ruppichteroth, die geschlossen vor der Gemeindeverwaltung ihren Unmut über die Führung geäußert haben!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief zum Artikel „Setz mich bloß nicht in Cc!“ von Corinna Budras in der FASZ vom 8./9. Februar 2014

 

 

Es ist eine Art Rückversicherungs-Manie, mit einem Riesen-Verteiler auf „Nummer Sicher“ zu gehen. So nach dem Motto: „Ich hatte Sie doch bei meinem Schreiben vor 4 Monaten auf den Verteiler gesetzt. Warum haben Sie denn nicht zu dem Paragrafen 3 auf Seite 245 im 3. Anhang Einspruch erhoben?“

 

Das Problem lässt sich nur folgendermaßen lösen:

1.     Das Cc wird per Vorstands-Erlass abgeschafft.

2.     Jeder wird direkt angeschrieben. Mit einem Hinweis auf für ihn besonders zu beachtende Stellen. Soviel Zeit muss sein!

3.     Wie in den alten (preußischen) Zeiten steht der Verteiler am Ende des Schriftstücks. Damit man sehen kann, wer alles eingebunden ist.

 

Besonders durch Punkt 2) wird sich der Verfasser überlegen, an wen er unbedingt schreiben muss. Und der große Zeit-Fresser „Cc“ wird kleingehalten.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

Leserbrief zum Artikel „Kann man Judas verzeihen?“; Chrismon 02/2014 

 

 

Zum Fundament des christlichen Glaubens gehört die Überzeugung, dass wir ohne den Opfertod des Religionsstifters verloren wären:

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3,16)

Für mich ist es unverständlich, dass man Judas -statt ihm dankbar zu sein- als Verräter verurteilt. Wenn Gott wirklich seinen Sohn für uns opfern wollte, hat Judas nur diese Absicht ermöglicht. Ohne ihn wäre der Rabbi Jeschua wahrscheinlich hochbetagt im Bett gestorben. Und keiner wüsste heute noch etwas von ihm.

Der Schuldige (wenn man diesen Ausdruck überhaupt gebrauchen darf) ist nicht Judas oder Pilatus oder der Hohe Rat, sondern der Vater, der sein Kind opferte!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief an die Zeit zum Artikel "Der Mythos von Tannnenberg" von Andreas Kossert  (13. Februar 2014)

 

 

Erwähnenswert wäre vielleicht noch gewesen, dass  Hindenburg bei dieser Schlacht  die Arbeit im General-Stab von fähigen Leuten machen ließ und hauptsächlich als Symbol-Figur diente. Er war halt auch schon recht alt und entsprechend "tappert"!

 

Den größten  Anteil hatte der heute vergessene, ebenso zynische wie kluge Oberstleutnant Max Hoffmann, Generalstabschef der 8. Armee. Er hatte die Angriffspläne bereits fertig, als Ludendorff im Osten eintraf, und die ersten Divisionen marschierten schon gegen Samsonows Streitmacht. Ludendorff und Hindenburg übernahmen seinen Plan und ließen ihn "machen".

 

Nach den Kämpfen führte Max Hoffmann Besucher mit der folgenden Bemerkung durch das Feldlager:

"Und hier das Bett. Hier schlief Hindenburg vor der Schlacht, hier schlief er nach der Schlacht, und, wenn es erlaubt ist, hier schlief er auch während der Schlacht."

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an die FASZ „Die letzte Hoffnung; jeder Popel fährt ‚nen Opel“ (9. März 2014)

 

 

Ich hatte in den frühen 90er Jahren einmal einen Opel Omega als Dienstwagen. Ein wunderschönes und komfortables Auto; viel schöner und bequemer als der bis dahin übliche VW Passat. Aber: Gelegentlich startete das gute Auto nicht. Und das war sehr blamabel, denn ich war Feuerwehr-Chef!

Nach vielen Stunden in der Werkstatt wurde die Ursache gefunden: Ein Groschen-Teil in der Elektronik. Der “Würger von Rüsselsheim“, Jose Ignacio Lopez, hatte wieder einmal zugeschlagen. Und das Teil vom billigsten Anbieter einbauen lassen. Nach einigen Jahren hatte dieser Mann es geschafft, den bis dahin guten Ruf von Opel gründlich zu zerstören. Das hält bis heute an!

 

Der einzige Weg für Opel, wieder in die Gilde der Qualitäts-Hersteller aufgenommen zu werden, wäre folgender: „10 Jahre absolute Garantie! Ohne wenn und aber! Period!“

Dann würde ich es mir überlegen, ob mein nächstes Auto ein Opel sein wird. Alle anderen Werbe-Kampagnen –und seien sie auch noch so ausgefallen- sind rausgeworfenes Geld!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an die ZEIT zum Titel „Meine Firma liebt mich nicht“; Zeit Nr. 15 vom 3. April 2014 (Motivation):

 

Napoleon, dessen Soldaten für ihn buchstäblich durchs Feuer gingen, hatte 2 Führungsprinzipien:

  • es gibt keine schlechten Soldaten, es gibt nur schlechte Offiziere
  • die Motivation ist 3/4 der Kampfkraft

Dem ist nichts hinzuzufügen!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an die FASZ zum Artikel „Türkisches Spiel“ und „Wir werden Panzer reinschicken“; Nr. 13 vom 30.03.2014

 

Jedem vernünftig denkenden Menschen war doch längstens klar: Da wird „ein Türke gebaut“! Herr Assad müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein, sich neben seinen enormen innerpolitischen Querelen auch noch mit dem Nachbarn Türkei (und damit der NATO) anzulegen.

Und die Bundesregierung ist so naiv, dann auch noch zwei Patriot-Raketenabwehr-Staffeln an die Türkisch-Syrische Grenze zu schicken.

Wenn am bedenkt, dass durch diese türkischen Machspielchen der Nato-Verteidigungsfall eintreten könnte. Da wird einem schon richtig angst!

 

Dr. Helmuth Herterich 

 

 

 

 

Leserbrief an die ZEIT zum Artikel „Dürfen die das wirklich?“; Zeit Nr. 15 vom 3. April 2014 (Streik der Lufthansa-Piloten)

 

 

So ärgerlich –für Lufthansa und Passagiere- der Streik der Piloten ist, es gibt eine kleine Gruppe, deren möglicher Streik das gesamte  Wirtschaftsleben in Deutschland lahm legen könnte:

Die Werkfeuerwehren.

Während Berufsfeuerwehrleute und Freiwillige Feuerwehrleute per Gesetz nicht streiken dürfen, sind die Werkfeuerwehrleute ganz normale Angestellte der Unternehmen.

Da eine Werkfeuerwehr Bestandteil der Betriebsgenehmigung eines Chemiewerkes, Kraftwerkes, Flughafens usw. ist, muss bei Ausfall der Werkfeuerwehr der Betrieb eingestellt werden!

Falls die etwa  300 Einsatzleiter (entspr. gehobener und höherer Dienst) der 50 -80 größten Werkfeuerwehren streiken würden, müssten alle Chemiewerke, Stahlwerke, Kraftwerke, Flughäfen usw. ihren Betrieb einstellen. Eine Wahnsinns-Vorstellung!

 

Dr. Helmuth Herterich 

(Ehemaliger Chef einer großen Werkfeuerwehr)

 

 

 

Leserbrief an die FASZ zum Artikel „Alarm“ (FASZ Nr. 15 vom 13. April 2014) von Volker Zastrow

 

Als ich in den 60ern beim Bund war, war der Sinn der NATO klar: Angriffe des Warschauer Paktes abzuwehren.

Doch seit 1991 gibt es keinen Warschauer Pakt mehr.

Das NATO-Raketenschild in Polen war angeblich gegen die Schurkenstaaten, wie Iran oder Nordkorea gerichtet – auf keinen Fall gegen Russland!

Was passiert eigentlich, wenn sich Russland um die Aufnahme in die NATO bewirbt? Mit welcher Begründung könnte man den Antrag ablehnen?

Wären dann nicht alle derzeitigen Probleme gelöst?

 

Dr. Helmuth Herterich 

 

 

Leserbrief zum Artikel "Das Geld der Anderen" von Patrick Bernau in der FASZ Nr. 19 vom 11. Mai 2014

 

 

 

Zum relativen Gefühl der Armut gibt es ein altes arabisches Sprichwort:

 

"Der Barfüßige merkt erst, dass er arm ist, wenn er die ersten Leute mit Schuhen trifft".

 

 

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

Leserbrief zum Artikel "Wieso sind die Deutschen nicht reich?" von Rainer Hank in der  FASZ Nr. 19 vom 11. Mai 2014

 

Die Erkenntnisse von Thomas Piketty, dass man zum Reichwerden -statt zu arbeiten- besser eine große Erbschaft macht oder eine steinreiche Frau heiratet, sind nicht neu. Bereits vor 50 Jahren hat mir mein Großvater folgendes bayerische Sprichwort ans Herz gelegt: "Wer nichts erheirat' oder ererbt, bleibt ein armer Hund bis er sterbt!". Leider habe ich mich nicht daran gehalten!

 

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief zum Artikel „Die Angst, die aus der Tiefe kam (Fracking)“ von Winand v. Petersdorff (FASZ  Nr. 21 vom 25. Mai 2014)

 

Im Laufe meines 30 jährigen Berufslebens als Feuerwehr-Offizier habe ich so einige tolle Innovationen erlebt, die sich im Nachhinein als „Schuss in den Ofen“ herausstellten:

·        Die Asse bei Braunschweig, die absolut sichere Endlagerstätte für radioaktive Abfälle

·        Asbest, derunbrennbarer und „ewige“Baustoff  (Eternit von lateinisch aeternitas =Ewigkeit)

·        Polychlorierte Biphenyle (PCB), die nichtbrennbaren Hydraulik- und Transformator-Öle

·        Halon, das wirksame und ungiftige Löschmittel

·        Frigene, die nichtbrennbaren Treibmittel in Sprayflaschen

·        Light Water (AFFF), ein wahrer Wunderschaum der Feuerwehren

 

Und, und, und…..

 

Die Asse muss inzwischen mit Millardenaufwand ausgeräumt werden.

Asbest hat tausenden von Arbeitern das Leben gekostet, der Abriss asbestverseuchter Gebäude kostet Milliarden!

Halone und Frigene haben unsere Ozonschicht unwiederherstellbar beschädigt.

PCB und perfluorierte Löschmittel werden auch nach hunderten von Jahren nicht abgebaut…

 

Und da sollen wir das Risiko eingehen, unsere Erde mit zigtausenden von Tonnen Fracking-Chemikalien zu versauen. Nur damit die Fahrer von 10 Liter-SUVs einen Groschen weniger für den Sprit bezahlen müssen?

Nein Danke!

Ich glaube den Fachleuten nicht mehr, wenn es um  die Ungefährlichkeit von synthetischen Stoffen geht. Vor allem, wenn man diese Stoffe in Riesenmengen in die Umwelt bringt und nie mehr zurückholen kann!

 

Dr. Helmuth Herterich 

 

 

 

 

 

 

 

Leserbrief zum Artikel Der Krieg, ein Opfergang von Eduard Kopp; Chrismon 07.2014

 

 

Eduard Kopp schreibt, dass Jesus "nicht absichtsvoll in den Tod gegangen oder geschickt wurde", dass er kein Opfer war.

 

Das habe ich aber aus meiner Kirchenzeit anders in Erinnerung!

 

  • Warum spricht der Pastor in der Liturgie "Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben"  (Johannes 3,16)?

 

Ist das nicht ein OPFER?

 

  • Warum spricht man vom "Lamm Gottes" (Johannes 1,29)?

 

 

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist das LAMM GOTTES, das die Sünde der Welt auf sich nahm und stellvertretend für alle am Kreuz geopfert wurde. Er ist die Erfüllung aller Opfer.

 

Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, hat Jesus Christus Sünde und Schuld auf sich genommen, um uns zu erlösen.

 

 

 

Einer der Grundpfeiler des Christentums ist doch das "Opfer" Jesus Christus.

E. Kopp behauptet, es wäre "theologischer Konsens", dass es sich beim Sterben Jesu nicht um eine Selbstopferung gehandelt hat. Ist das die offizielle Meinung der evangelischen Kirche?

 

 

 

mit freundlichen Grüßen,

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

Leserbrief an den Generalanzeiger 26. 07. 2014

 

Leserbrief zum "Schnaps aus Beuys' Fettecke"

 

 

 

Als Pfadfinder haben wir gesungen "Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Coca Cola Schnaps enthält..". Nach meinem Chemiestudium wusste ich, dass das nicht stimmt.

 

Schnaps kann man aus Wein, Getreide, Kartoffeln, Reis, vergammeltem Obst, Enzian und sogar aus altem Brot machen. Der Chemiker schafft es sogar -mit sehr viel Energie- Alkohol aus Erdöl, Carbid oder Holz herzustellen.

 

Mir ist aber bisher aber kein Verfahren bekannt, dass man altes Fett in Schnaps  umwandeln kann. 

 

Die Witwe vom "Fett-Künstler" Beuys ist offensichtlich auf zwei Schwindler hereingefallen!

 

 

 

Es wäre auch zu schön, wenn ich aus meinem alten Frittenfett einen Rachenputzer destillieren könnte.

 

 

 

mit freundlichen Grüßen,

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

 

und bekam diese Antwort vom Museum Kunstpalast:

Name: Tobias Bader

E-Mail-Adresse: tobias.bader@smkp.de

Nachricht: Lieber Herr Dr. Herterich,

mein Name ist Tobias Bader, ich arbeite in der Kommunikation des Museum Kunstpalast in Düsseldorf und
habe soeben Ihren Leserbrief zur Fettecken-Destillation, die in unserem Hause stattfand, gelesen.

Was der Redakteur des Artikels leider versäumt hat zu schreiben ist, dass der Schnaps im Geist-Verfahren
hergestellt wurde, also dass das Fett in Neutralalkohol gegeben wurde, dieser den Geschmack aufnahm und
anschließend destilliert und verdünnt wurde.

Weitere Informationen zu der Performance finden Sie auf unserer website:
www.smkp.de

Viele Grüße
Tobias Bader

 

 

Leserbrief an die FASZ zum Artikel „Ausreisestopp für Dschihadisten?“ (Nr. 43 vom 26.10.2014

 

Man verstehe mich bitte nicht falsch: Es geht nicht um den Sonderfall der gewaltbereiten Dschihadisten. Und ich verstehe auch, dass unser Staat nicht der Steigbügelhalter von potentiellen Verbrechern sein will. Aber für mich gehört die Freizügigkeit zu den elementarsten Grundrechten.

Ich habe mich immer über Überheblichkeit der DDR-Oberen aufgeregt, wenn sie ihre Bürger nicht ausreisen ließen. Um sie dann, wenn sie es doch versuchten, wegen Republikflucht einzubuchten.

Ich kann verstehen, dass ein Staat nicht jeden „hereinlassen“ will. Aber ein absolutes Kriterium der Freiheit ist, jeden „gehen zu lassen“. Und zwar wohin auch immer er will.

Besteht sonst nicht irgendwann die Gefahr, dass man auch nicht in einen -von der Obrigkeit so definierten- „Schurken“-Staat (z.B. Nordkorea, Iran usw.) reisen darf?

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

An die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Leserbrief zum Artikel „Das verdienen Berufseinsteiger“, FASZ Nr. 13 vom 29./30. März 2014

 

 

Neben der Möglichkeit, in einer Gegend zu arbeiten, wo die höchsten Gehälter gezahlt werden, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Nämlich dort arbeiten, wo das Wohnen im eigenen Haus noch erschwinglich ist!

(Leider habe ich das bei meinem Berufsstart vor 35 Jahren nicht bedacht! Damals hatte ich mich für den bestbezahlten Job, aber in einer teuren Gegend entschieden.)

 

Ein Beispiel:

100.000 Euro Jahresgehalt in einer Gegend, in der ein Einfamilienhaus 400.000 Euro kostet,

oder

80.000 Euro Jahresgehalt, dort, wo man das gleiche Haus für 200.000 Euro bekommt.

 

Im ersten Fall muss man alleine für die Mehrkosten des Hauses 10 Jahre länger arbeiten!

Dazu kommt der Gewinn an Lebensqualität abseits der Großstadt, vorausgesetzt, man kann auf Diskos und Theater verzichten. Und ein weiteres Plus: Besser stellvertretender Kapitän auf einen Kreuzer, als 6. Offizier auf einem Flugzeugträger!

 

Dr. Helmuth Herterich



Leserbrief zum Artikel "Kopftuch-Kampf im Krankenhaus" in der FASZ Nr. 47 vom 23. November 2014

 




Leserbrief zum Artikel "Asienforscher kritisieren Kissinger" im Bonner general Anzeiger vom 25. November 1014

 

Es ist schon seltsam geschraubt, wie die Asienwissenschaftler Golzio und Diesteltath über die "Kissinger-Professur" schreiben:

"Für uns war es eine veritable Überraschung, dass die Faktizität der Verbrechen Henry Kissingers unter der Professorenschaft der Universität Bonn sowie in den beiden deutschen Ministerien offensichtlich kaum bekannt oder bewusst ist."

Auf gut Deutsch könnte man auch sagen: "Kissinger ist ein bekannter Verbrecher und die Bonner Professoren interessiert das nicht!"

 

Dr. Helmuth Herterich







Leserbrief zum Artikel „Ihre beste Truppe“ (Der  ‚New Yorker’ porträtiert Angela Merkel) in der FASZ Nr. 48 vom 10. November 2014




Leserbrief zum Artikel „Das Jahr in seinen Zitaten (Russland erwägt keinen Anschluss der Krim)“ von Bertram Eisenhauer; FASZ Nr. 52 vom 28. Dezember 2014


Mir fiel auf, dass gleich zweimal das Wort „Fuck“ als Bedrohung verwendet wird. U. a. von der amerikanischen Außenministerin Nuland : „Fuck the EU!“

Das gibt tiefen Einblick in die amerikanische Seele. In meinem bisherigen Leben habe ich das „Schnalzeln“ -wie man in Bayern sagt- für die schönste Beschäftigung der Welt gehalten. Wenn es auch beim ersten Mal lange nicht so schön war, wie ich es mir beim Onanieren vorgestellt hatte. Auch die Franzosen sagen „Faire l’amour“. Was ja auch sehr poetisch klingt. Offensichtlich stimmt (wenigstens für die US-Amerikaner) der Spruch meines Großvaters: „Alles auf der Welt dreht sich um Sex. Nur beim Sex nicht; da geht’s um Macht!“

 

Helmuth Herterich



Leserbrief zum Artikel „Der Trend geht zum kleinen Hund“ von Georg Meck in der FASZ Nr. 52 vom 28. Dezember 2014

 

Sehen wir es mal rein pragmatisch/mathematisch:

Doppelt so groß heißt -mathematisch- 8mal so schwer. Das heißt 8-mal so viel Futter und 8-mal so große Haufen. Bei der doppelten Größe ist die Oberfläche 4-mal so groß und damit der Dreck und die Haare! Ein kleiner Hund braucht auch wenig Platz im Bett. Wenn ich –statt eines Jack Russell Terriers- einen Bernhardiner hätte, müsste ich auf dem Bettvorleger schlafen!

Und Spaß macht ein kleiner, drahtiger  Hund mindestens genauso viel wie ein großer!

 

Helmuth Herterich


Leserbrief an den General-Anzeiger zum Artikel „Athen wirft Euro-Troika hinaus“ vom 31. Januar 2015

 

In Charles Dickens Roman “ David Copperfield” sagt Mr. Micawber :
Jährliches Einkommen
20 Pfund. Jährliche Ausgabe 19 Pfund, 19 Shilling, 6 Pence. Fazit: Wohlstand.
Jährliches Einkommen
20 Pfund. Jährliche Ausgabe 20 Pfund und 6 Pence. Fazit: Elend, Insolvenz“ .

Wenn ich jahrelang mehr ausgebe als ich einnehme, gehe ich zwangsweise in die Insolvenz. Wenn ich mir dann von meinem Onkel -der nach der ersten Micawbwe-Regel gewirtschaftet hat- Geld ausleihe, muss ich mir notgedrungen  dafür von ihm einige Vorschriften machen lassen: Sparsamer leben, Zeitschriften abbestellen, Auto verkaufen. Kinobesuche verringern, usw.

Dass mir das nicht gefällt und dass ich meinen Onkel nicht mehr so richtig mag, ist auch klar. Aber wenn ich mich nicht mehr an seine Vorgaben halte weil mir das „Gürtel enger schnallen“ nicht behagt, dann gibt’s kein neues Geld mehr von ihm.
So einfach ist das!

 

Dr: Helmuth Herterich



Leserbrief an den Generalanzeiger:

Dienstag, 24. März 2015

 

Zum Streit um das Kopftuch

 

 

Mir ist es eigentlich egal, ob die Krankenschwester, die mich nach meiner Operation betreut, ein Kopftuch, eine Schwesterhaube oder einen Turban trägt. Hauptsache, sie macht ihren Job gut und mit einem Mindestmaß an Fürsorge.

Die Diskussionen um das Thema „dürfen muslimische Lehrerinnen oder Krankenschwestern ein Kopftuch tragen?“, erinnert mich doch sehr an den berühmten Disput um des Kaisers Bart.

Meine Großmutter ist mit einem Kopftuch aufs Feld gegangen, meine erste Liebe war Krankenschwester mit einem schicken Häubchen. In meiner Jugend haben in der Schule Nonnen mit Hauben unterrichtet. Niemand hat sich daran gestört!

Übrigens: In der –doch sonst recht auf das Formelle bedachten- Britischen Armee kämpfen seit  180 Jahren die Sikhs mit einem Turban auf dem Kopf. Und sind gefürchtet wegen ihrer Loyalität und Tapferkeit.

Entscheidend ist nicht was auf dem Kopf ist, sondern was im Kopf ist!

 

Dr. Helmuth Herterich



Leserbrief an den Generalanzeiger zum Leserbrief "Dankbar für Tempokontrollen" am 5. März

 

 

Frau Waechter hat völlig Recht, wenn sie es beleidigend empfindet, die Kontrollen der Polizei als "hinterhältig" zu bezeichnen! Seit 1960 gab es über 600.000 Todesfälle und etwa 10 mal so viel Schwerstverletzte mit lebenslangen Handicaps im deutschen Straßenverkehr. Und das meist durch unangepasstes Fahren.

Natürlich bin ich im Laufe meines 50 jährigen Autofahrens auch schon ein paar mal bei Geschwindigkeitsüberschreitungen "geknipst" worden und habe mich über die teuren Fotos geärgert; aber ich sehe durchaus ein, dass diese Kontrollen notwendig sind.

Es zeugt ja schon von einem seltsamen Rechtsverständnis, wenn im Rundfunk vor Blitzern gewarnt wird. Man stelle sich mal vor, das gleiche würde geschehen, um vor Kontroll-Fahrten der Polizei  in Wohngebieten zu warnen. Damit die Einbrecher nicht erwischt werden. Ein Aufschrei würde durch die deutsche Presse gehen!

 

 

Dr. Helmuth Herterich

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

Störche und Geburten
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Haben Sie schon einmal über einen Imagefilm oder ein Animationsvideo nachgedacht?

 

Die Filmemacherin Anke Lanzon und ihre Firma Webfilm Berlin erstellen beeindruckende Unternehmensfilme für Webseiten.

 

Einfach mal `reinschauen:   

  http://www.webfilm-berlin.de/

Task Management
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Intelligenz und Fleiß
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Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer