Die deutschen U-Boote im 2. Weltkrieg –
ein Kamikaze-Unternehmen

 

 

 

Seit meiner Jugend (Geburtsjahr 1946) habe ich mich für U-Boote interessiert. Vielleicht auch, weil mein Vater -bevor er Minen-Räumer wurde- im Krieg einige Monate auf einem Minenleger-U-Boot fuhr. Und weil mich der Mut und die Hingabe der U-Boot-Männer faszinierte.

 

Ich habe natürlich Dutzende von Büchern über dieses Himmelfahrts-Kommando gelesen. „Das Boot“ als Buch und als Film verschlungen und und und ....

 

 

aus http://www.u-995.com/

 

U-995 steht als technisches Museum am Strand von Laboe, direkt neben dem Marine-Ehrenmal.

 

 

Insgesamt waren vom Kriegsbeginn bis zum Kriegsende 806 U-Boote im Einsatz. Das bedeutet bei einer Regelbesatzung von 45 Mann eine Kampfstärke von fast 40.000 Mann. Eigentlich verschwindend wenig im Vergleich zu den insgesamt fast 17 Millionen deutschen Soldaten. Alleine in Stalingrad gingen fast 300.000 deutsche Soldaten verloren. (Und doppelt so viele Sowjet-Soldaten)

Verloren (welch ein Euphemismus!) gingen von den 806 Booten 662 Boote.
Bis auf wenige alle mit Mann und Maus.
Das war eine Ausfall-Quote von 82 %!

 

Interessant ist, dass in der ersten Kriegshälfte (9/39 bis 9/42) nur 94 U-Boote versenkt wurden.
In der 2. Kriegshälfte (9/42 bis 5/45) gingen dagegen (wegen der verbesserten Luftaufklärung) 568 Boote verloren. Viele kurz vor der Einfahrt in den Heimathafen! Kein Wunder, dass Lothar Günther Buchheim, der Autor des Buches „Das Boot“, den Befehlshaber der U-Boote -Admiral Dönitz (10 Jahre Zuchthaus im Nürnberger Prozess)- als Verbrecher bezeichnete.

Die Gesamtzahl der von deutschen U-Booten versenkten alliierten Schiffe betrug etwa 3.000. In der Regel Handelsschiffe mit durchschnittlich 5.000 BRT. Über 30.000 Seeleute fanden dabei den Tod. Etwa die gleiche Anzahl wie die umgekommenen U-Boot-Fahrer.

Pro geopfertem U-Boot (mit 45 Mann) wurden im Schnitt 4 feindliche Schiffe versenkt. Eine mickrige „Ausbeute“!

 

Die U-Boot-Besatzungen waren eigentlich Kamikaze-Matrosen!

 

Bei jeder Feindfahrt gingen im Schnitt 1/3 der Boote verloren. D. h. von 3 ausgefahrenen Booten kamen 2 zurück. Das heißt aber auch, dass von den ersten 2/3 Überlebenden nach der 2. Feindfahrt wieder nur 2/3 zurückkamen usw. Im Resultat bedeutete das, dass von ursprünglich 10 Booten nach 5-6 Fahrten nur noch ein einziges übrig war!
(ab 1944 sank die Verlust-Rate pro Fahrt auf 80 - 90 %)

Die Ausbildung der Mannschaft betrug etwa 3 Monate. Dies war der eigentliche Engpass. Denn ab 1944 schaffte es Rüstungsminister Scheer (20 Jahre Zuchthaus im Nürnberger Prozess), dass täglich 1 U-Boot vom Stapel lief. Welches dann nach 3 Monate Ausbildung mit einer Chance von 10 -20 % von der ersten Feindfahrt wieder in den Heimathafen Lorient zurückkam. Und dann nach 4 Wochen Aufrüstung und Reparatur zum 2. und wahrscheinlich letzten Mal auslief!

 

Im Vergleich dazu hatten die alliierten Bomber des 2. Weltkrieges über Deutschland  ca. 8-10 % Ausfall pro Flug. Nach 6 Flügen war die Hälfte der Flugzeuge (und deren Besatzungen) ausgefallen; nach 10 Flügen (etwa 1 Monat, da jeden 3. Tag geflogen wurde) ergab sich ein Ausfall von 2/3 der Flugzeuge und Besatzungen.

Die Zahl der amerikanischen Piloten, die über Deutschland fielen, betrug ca. 46.000 Mann, die Briten hatten ca. 30.000 Mann Verluste an fliegendem Personal.

Schätzung:  6000 Bomber Verluste mal 8 Mann Besatzung + 2000 Jagdpiloten von US Air Force und Royal Air Force ergeben 50.000 Flieger insgesamt.


Cajus Bekker erwähnt 1964 in der Erstausgabe seines Buches "Angriffshöhe 4.000" einen Gesamtverlust der allierten Bomber von ca. 100.000 Mann. Hierin sind aber auch die überlebten und gefangengenommenen Flieger enthalten

Die deutschen zivilen Verluste durch den allierten Bombenkrieg betrugen etwa 600.000 Menschen.

 

 

Man möge mir die kaltschnäuzigen Begriffe wie „Verlust-Rate, Rückkehr-Chance usw.“ verzeihen. Mir ist klar, dass es Söhne von weinenden Müttern waren, die bei diesem Irrsinn ihr Leben im wahrsten Sinne „opferten“!

 

 

(Quelle der U-Boot-Zahlen: Clay Blair, U-Boot Krieg, Heyne Verlag 1999)

 

NB.: Es ist mir unverständlich, dass man für die "Elektro-Fahrt" unter Wasser die U-Boote mit Blei-Akkus (in Glas-Behälter) ausrüstete. Bei einer Beschädigung (z.B. durch WaBos) der Behälter reagierte die ausgelaufene Schwefelsäure der Akkus mit dem See-Wasser im Boot zu ätzendem und giftigem Salz-Säure-Gas.  Nicht wenige Boote musten nach einem Wasser-Bomben-Angriff durch  diese Salzsäure-Freisetzung notauftauchen. Die Alternative zum Auftauchen war das Ersticken der Mannschaft!

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

"Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört."

 

Hans Joachim Friedrichs

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

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Haben Sie schon einmal über einen Imagefilm oder ein Animationsvideo nachgedacht?

 

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Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer

 

 

Damit wir beginnen können, dem Tod seinen größten Vorteil uns gegenüber zu entreißen, sollten wir eine vollkommen andere Einstellung einnehmen als die übliche; lasst uns den Tod seiner Fremdheit berauben; lasst uns Umgang mit ihm pflegen, damit wir uns an ihn gewöhnen, lasst uns ständig an ihn denken.

 

Michel de Montaigne

 

Wärst net aufigstiegn

Wärst net obi gfalln.

Hättst mei Schwester kriegt.

Wärst mei Schwager worn

Hättst a Häusla ghabt

und a Kuh dazu

und a Millisuppn auf die Fruh.

 

Kärntener Volkslied

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.

 

Jean Jaurès