Leserbrief  an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Neugeborene leben immer länger“ vom 23. April 2015

 

Kein Mensch kann in die Zukunft schauen. Auch das Statistische Bundesamt nicht!

Bei der mittleren Lebenserwartung der Neugeborenen handelt es sich um eine Hochrechnung, die auf der Basis der Sterbefälle errechnet wird. Vereinfacht ausgedrückt: Die Leute werden immer älter wenn sie sterben; deshalb schließt man, dass auch die Neugeborenen länger leben werden. Auf Grund der Vergangenheit in die Zukunft zu schauen, ist unwissenschaftlich. Kein Mensch weiß, ob es in 10, 20 oder 30 Jahren einen großen Krieg oder eine Pandemie geben wird. Mit den entsprechenden Ausfällen und der dadurch hervorgerufenen Reduzierung der mittleren Lebenserwartung.

 

Man sieht das retrospektive Vorgehen auch am letzten Absatz des o.g. Artikels: Warum sollten denn die Babys der Ossi-Länder mit einer geringeren Lebenserwartung bestraft werden, weil ihre Väter gesoffen und geraucht haben? Tatsache ist: Die Alten im Osten sterben halt etwas früher, weil ihre Lebensumstände schlechter als im Westen waren. Das ist aber Vergangenheit und die Zukunft lässt sich leider daraus nicht vorhersagen; auch nicht vom Statistischen Bundesamt!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

Abgedruckt

 



Leserbrief an den Generalanzeiger zum Artikel „Mehr Ärzte. Auch genug?“ vom Mittwoch, 15. April 2015

 

Es ist verständlich, dass Ärztepräsident Montgomery mit der derzeitigen Quote von 1 Arzt pro 221 Einwohner noch nicht zufrieden ist. Ideal wäre -nach seiner Meinung- wohl die Quote 1:1. Dann hätte jeder Bundesbürger seinen persönlichen Leibarzt.

Aber: Wenn der Arzt -was ihm ja auf Grund seines langen Studiums und der langen Facharztausbildung auch zusteht- ein Brutto-Jahresgehalt von 100.000 Euro bekommen soll, ist jeder dieser 221 Einwohner mit 450 Euro pro Jahr belastet. (Praxiskosten bei selbständigen und Personalnebenkosten bei angestellten Ärzten sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.)

Auf eine 4-köpfige Familie entfallen dann 150 Euro pro Monat. Nur für den Arzt! Eventuelle Arzneikosten, Operationen, Krankenhausaufenthalte usw. kommen dann noch dazu. Wie sang Jupp Schmitz 1949 so schön: „Wer soll das bezahlen….?“

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief zum Artikel „Das Jahr in seinen Zitaten (Russland erwägt keinen Anschluss der Krim)“ von Bertram Eisenhauer; FASZ Nr. 52 vom 28. Dezember 2014

 

Mir fiel auf, dass gleich zweimal das Wort „Fuck“ als Bedrohung verwendet wird. U. a. von der amerikanischen Außenministerin Nuland : „Fuck the EU!“

Das gibt tiefen Einblick in die amerikanische Seele. In meinem bisherigen Leben habe ich das „Schnalzeln“ -wie man in Bayern sagt- für die schönste Beschäftigung der Welt gehalten. Wenn es auch beim ersten Mal lange nicht so schön war, wie ich es mir beim Onanieren vorgestellt hatte. Auch die Franzosen sagen „Faire l’amour“. Was ja auch sehr poetisch klingt. Offensichtlich stimmt (wenigstens für die US-Amerikaner) der Spruch meines Großvaters: „Alles auf der Welt dreht sich um Sex. Nur beim Sex nicht; da geht’s um Macht!“

 

Helmuth Herterich

 

 

Leserbrief an die ZEIT zum Artikel „Man muss ins Herz treffen“ von Iris Radisch (Nr.16 vom 16. April 2015)

 

 

"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche"

 

Dieser Spruch von F.W. Bernstein aus den 60ern trifft auch für den Nobelpreisträger Günter Grass zu.

 

Leider wurde in Ihrem Nachruf auf ihn nicht explizit erwähnt, dass er nicht nur ein großer Schriftsteller war, sondern auch wahrscheinlich einer der größten „Verdrängungskünstler“ des 20. Jahrhunderts.

 

Man erinnere sich:

 

Grass hatte den deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl 1985 scharf angegriffen, weil dieser gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan einen Soldatenfriedhof in Bitburg (Eifel) besucht hatte, auf dem auch gefallene Angehörige der Waffen-SS lagen. Eine Geste der Versöhnung sollte das sein.

 

Grass höhnte damals: "Unwissenheit spricht nicht frei." Helmut Kohl hat sich mit guten Gründen gegen diesen Vorwurf gewehrt: "Doch wer sich mit der Geschichte der Waffen-SS beschäftigt, weiß, dass viele dieser blutjungen Soldaten gar keine Chance hatten, dem Einberufungsbefehl zur Waffen-SS zu entgehen." 32 der 49 in Bitburg liegenden SS-Soldaten waren an ihrem Todestag jünger als 25.

 

Grass hatte erstaunlicherweise völlig verdrängt, dass er im Krieg auf dem gleichen Friedhof hätte enden können. Erst 2006 fiel es ihm wieder ein, und er teilte der erstaunten Welt mit, dass er bei der Waffen-SS gedient habe.

 

Neben der geschmacklosen Verunglimpfung der Toten ist das in höchstem Maße intellektuell unredlich, scheinheilig, verlogen und unentschuldbar.

 

Dr. Helmuth Herterich (Jahrgang 1946)



Leserbrief zum Artikel "Heimvorteil" (Zeit-Serie über Intelligenz) in der Zeit Nr. 22 vom 28. Mai 2015

 

Wenn ich das Zusammenspiel von Veranlagung und Umwelt sehen will, brauche ich nur in meinen Blumengarten zu gehen:

Gutes Saatgut und optimale Umgebung (Boden, Dünger, Licht, Wasser, Wärme...) bringt die besten Ergebnisse.
Mit schlechtem Saatgut und miserabler Umgebung bleibt der Garten kahl.
Aus schlechtem Samen kann man mit viel Pflege und Geduld noch etwas Passables machen.
Aber ohne Pflege wird auch aus gutem Saatgut nichts Gescheites.

 

Dr. Helmuth Herterich



Leserbrief an die Sonntagszeitung zum Artikel "Gauck  dankt für Selbstkritik" in der FASZ Nr. 25 vom 21. Juni 2015

 

Unser Bundespräsident meinte, dass "für die Aufnahme von Flüchtingen mehr getan werde müsse".

Wie wäre es denn mal mit einer mutigen Tat? Platz hätte er in Schloss Bellevue doch genug für wenigstens 1 Flüchtlings-Familie!

Auch dem Pabst stünde es gut an, statt sich über die anderen zu beklagen, symbolhaft eine Flüchtlingsfamilie in seinem Gästehaus zu verpflegen. So weit ich weiß, hat der Vatikan noch keinen einzigen Flüchtling aufgenommen. Aber wie sangen in den 70ern Adriano Celentano und Mina: "Parole, Parole...!"

 

Dr. Helmuth Herterich




Leserbrief zum Artikel "Ich lege Wert darauf, wieder aufzuwachen" in der FASZ Nr. 25 vom 21. Juni 2015


 

Seitdem ich eine Vollnarkose erleben durfte, habe ich keine Angst mehr vor dem Tod. So wird es sein, wenn man tot ist: Ein"tiefer traumloser Schlaf", von dem Sokrates sprach. Und nach dem Erwachen absolut keine Erinnerung mehr. Insofern war es mir auch beim 2. Mal auch egal, ob ich wieder aufwache. Es wäre halt das Ende gewesen. Leicht, schmerzlos und unbelastet.

  

Dr. Helmuth Herterich


Leserbrief an die FASZ zum Artikel "Ich, der Flüchtling", FASZ, 4. Oktober 2015

 

Nikolai Klimeniouk  behauptet, dass es für Flüchtlinge keinen Grund gibt, Deutschland dankbar zu sein. Das wäre ja auch alles o.k., wenn sie ohne Sozialhilfe, ohne Wohnungskosten-Übernahme und und und auskämen. So wie es die Einwanderer im 19. Jahrhundert in den USA gewohnt waren!

Wenn er aber -wenigstens eine Zeitlang- auf unsere Kosten lebt, dann erwarte ich schon eine gewisse Dankbarkeit!

 

mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Helmuth Herterich

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum „Flüchtlings-Problem“
Gesendet Mittwoch, 16. September 2015

 

Neulich hatte ich einen Traum:

Ganz am Ende der Straße brannte ein Haus. Die Familie, die darin wohnte, kannte ich nicht so richtig. So nur mal vom Sehen. Ab und zu war sie mir aufgefallen. Sie waren anders als ich, aber auf den ersten Blick nicht unsympathisch. Hussein hießen sie: Vater. Mutter und 5 halbwüchsige Kinder. Sie waren Moslems, glaube ich. Dunkelhäutig waren sie und sie grillten sonntags im Vorgarten.

Da standen sie nun auf der Straße vor ihrem brennenden Haus. Es war klar: jemand musste sich um sie kümmern. Ihnen Unterkunft gewähren –wie man so sagt. Wenigstens bis ihr Haus wieder so einigermaßen bewohnbar war.

Zu ihren direkten Nachbarn, den Alatürks, wollten sie nicht. Das Haus war ihnen zu klein und zu einfach. Sie wollten zu mir. Warum? Vielleicht hatten sie öfters gesehen, wie ich den Rasen gemäht, die Türen gestrichen und auch sonst mein Haus auf Vordermann gebracht hatte. Außerdem war ich ein guter Mensch. So sagten es jedenfalls die Husseins. Schön und gut, ich verstand das zwar nicht so recht: Warum ist jemand, der in Not ist, wählerisch? Und sucht sich auch noch gerade mein Haus als Notunterkunft aus?
Aber ich hatte Mitleid und ließ die Familie ins Gästezimmer einziehen. Badezimmer und Küche teilten wir uns. Sollte ja nur für ein paar Tage oder Wochen sein. Halt so lange, bis die Brandschäden beseitigt waren und das Familienoberhaupt sich ans Aufräumen und Wiederherstellen gemacht hatte.

Es war schwierig, aber es ging so einigermaßen. Ich verstand zwar ihre Sprache nicht, ihre Gewürze rochen fremdartig und ihr Sinn für Sauberkeit und Ordnung war auch anders als ich das gewohnt war.

Nach ein paar Wochen bekamen sie Besuch von zwei anderen Familien. Auch dunkelhäutig und mit vielen Kindern. Der Besuch zog sich in die Länge und ich fing an, mich etwas fremd im eigenen Haus zu fühlen. Nicht nur, dass es viel enger war als früher. Ich verstand nicht, was sie sich im Garten und im Flur laut zuriefen. Die Musik, die sie hörten, klang sehr fremdartig und war mir zu laut. Die Gesichter der Frauen des Besuchs hatte ich noch nie gesehen. Sie trugen schwarze Schleier. Wenn sie in die Küche kamen, musste ich raus. Das war bei ihnen Sitte. Männer und Frauen, die nicht miteinander verheiratet waren, durften nicht im gleichen Raum sein.
Früher, auf einer Reise nach Ägypten, hatte mich das fasziniert, wenn ich die verschleierten Frauen auf den Märkten sah und die ungewohnten Düfte roch. Aber jetzt -bei mir zu Hause- macht mir das Angst. Und ich kam mir irgendwie deplaziert im eigenen Haus vor.

So etwa nach einem Jahr hatte eine Nachbarschaftsinitiative das abgebrannte Haus der Familie Hussein wieder hergerichtet. Es war nicht toll, aber man konnte so einigermaßen darin wohnen. Meinte ich. Aber die Husseins hatten sich an mein Haus mit fließend warmen und kaltem Wasser und Zentralheizung, Waschmaschine und Wintergarten gewöhnt. Es gefiel ihnen bei mir. Ihnen war es nicht zu eng. Und sie konnten nicht verstehen, dass ich gerne wieder alleine in meinem Haus wohnen wollte. Ich sei ein Egoist und sollte doch daran denken, dass die vielen Kinder der Husseins und ihrer Besuchsfamilien eine Bereicherung meines Lebens seien. Multi-Kulti eben.
Mein Angebot, ihnen den Umzug in ihr altes Haus zu bezahlen und noch etwas zur Neueinrichtung zuzuschießen, war erfolglos. Was sollte ich tun? Was hatte ich bloß falsch gemacht??

 

Da wachte ich auf und genoss die Stille und war froh, dass das alles nur ein Traum war.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

Da diese Leserbrief vom Generalanzeiger nicht veröffentlicht wurde, habe ich ihn auch an die ZEIT und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gesandt. Ebenfalls "Fehlanzeige"!

Offensichtlich passt er nicht in die propagierte Willkommens-Kultur (vor der Kölner Sylvester-Nacht).


Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „SEK-Beamte feiern wilden Abschied“ (17. September 2015)


Manchmal fragt man sich schon, ob Thilo Sarrazin mit seinem Buch „Der neue Tugend-Terror“ nicht doch Recht hat.

Da haben wir in Köln eine verschworene Truppe junger Kerle mit offensichtlichem juvenilen Testosteron-Überschuss. Die sollen für Gesetz und Ordnung ihr Leben riskieren, wenn’s für normale Polizisten zu brenzlich wird. Und dann wird diese verschworene Gemeinschaft von einem offensichtlich sehr sensiblen Polizeipräsidenten einfach aufgelöst. Und warum? Weil sie etwas merkwürdige Initiations-Riten hatten und weil sie für ihren Chef zum Abschied eine Hubschrauber-Übung mit Gruppenfoto machten.

Und dann erdreisten diese wilden Burschen sich, zum (erzwungenen) Abschied mit einem Motorrad durch das Polizeigebäude zu fahren. Und bei ihrer Abschiedsfeier sollen am Abend einige sogar betrunken gewesen sein. Schlimm, schlimm!


Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Thema „Abgas-Affäre bei Volkswagen“  (9.Oktober 2015)

 

Vor langer Zeit -als ich 16 Jahre alt war- hatte ich ein Moped. Natürlich war es frisiert. Aber wenn man schneller als die erlaubten 40 km/h fahren wollte (und es fuhr über 60!), musste man einen speziellen Entsperr-Knopf betätigen. Was der kontrollierende Polizist natürlich nicht wusste!

So etwas Ähnliches hat man bei VW gemacht. Ein Dieselmotor hat den Nachteil, dass beim optimalen Kraftstoff-Luft-Gemisch -wegen der hohen Temperatur des Verbrennungsvorganges- Stickoxide entstehen. Das wäre weiter nicht so schlimm: Wenn man sich nicht mit der Nase direkt hinter den Auspuff stellt, sind sie so verdünnt, dass man sie vernachlässigen kann. Aber die Umweltgesetze in den USA sind halt sehr streng. Man könnte den Motor so regeln, dass er nicht mehr so optimal läuft, dann wäre das Problem erledigt. Der Kunde könnte dann aber nicht mehr so schnell und nicht mehr so sparsam fahren. Die findigen Ingenieure von VW haben das Problem so gelöst, wie ich damals mein Moped-Problem. Ein „elektronisches Hebelchen“ hat verhindert, dass der Motor bei der Kontrolle in den kritischen Bereich kam. Bei der normalen Fahrt lief alles wie geschmiert.

Vielleicht hat Herr Sarrazin mit seinem Buch „Der neue Tugend-Terror“ doch Recht. Wir alle schummeln ständig ein Bisschen: Hören uns im Radio die Blitzer-Warnungen an, damit wir nicht beim Zuschnell-Fahren erwischt werden. Geben bei der Steuererklärung ein paar Kilometerchen mehr zum Arbeitsplatz an. Und, und, und. Wenn aber ein Prominenter oder eine Bank oder eine Firma erwischt wird, läuft ein Aufschrei der Empörung durch unser Land. Und man meint, VW hätte zum Weltuntergang beigetragen.

Wie sagte Friedrich der Große, als man ihm von einem Plakat berichtete, auf dem er verunglimpft wurde? „Hängt es niedriger, dass die Leute sich nicht den Hals ausrecken müssen!“

Übrigens: Ich fahre keinen VW oder Audi und habe auch nie irgendwelche Verbindungen zu dieser Firma gehabt.

 

Dr. Helmuth Herterich

 



Leserbrief zum Artikel "Wenn Fenster und Türen gut gesichert sind, geben Täter schnell auf" im Bonner Generalanzeiger vom 6. November 2015

 

Natürlich geben die Einbrecher schnell auf, wenn es zu schwierig wird. Aber was macht der Einbrecher dann? Fährt er wieder nach Hause und lässt das Einbrechen sein? Nein – er geht zum Nachbarn und macht dort weiter.

Es ist wie im Kino, wenn einer aufsteht, um besser sehen zu können. Zunächst sieht er wirklich besser. Dann stehen aber die anderen auf. Und am Schluss stehen alle und sehen genauso schlecht wie vorher. Nur, dass ihnen jetzt die Füße weh tun!

Die Sicherung von Fenstern und Türen –nach dem Sankt Florians-Prinzip- ist nur eine Scheinmaßnahme und sorgt bei der entsprechenden Industrie für Umsatz.

 

Dr. Helmuth Herterich



Leserbrief an die FASZ zum Artikel "Ich, der Flüchtling", FASZ, 4. Oktober 2015

 

Nikolai Klimeniouk  behauptet, dass es für Flüchtlinge keinen Grund gibt, Deutschland dankbar zu sein. Das wäre ja auch alles o.k., wenn sie ohne Sozialhilfe, ohne Wohnungskosten-Übernahme und und und auskämen. So wie es die Einwanderer im 19. Jahrhundert in den USA gewohnt waren!

Wenn er aber -wenigstens eine Zeitlang- auf unsere Kosten lebt, dann erwarte ich schon eine gewisse Dankbarkeit!

 

mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Helmuth Herterich


Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel  "VW-Affäre: Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen geschönter CO2-Angaben" vom 6. November 2015

 

Im Gegensatz zum Ausstoß von Stickoxiden ist der Ausstoß von CO2 keine Sache der Motoreinstellung. Und kann deshalb auch nicht mittels Elektronik "getrickst" werden. Der CO2-Ausstoß ist aus chemisch-physikalischen Gründen direkt mit dem Benzinverbrauch gekoppelt.

So erzeugt 1 Liter (Super-)Benzin bei der Verbrennung immer 2,4 kg CO2 und 1 Liter Diesel 2,7 kg CO2.

Für Benzin gilt:

Verbrauch in Liter/100 km   x   23,3 = Gramm CO2/ km 

 

Wenn man also "sparsam" fährt (z.B. niedrige Drehzahl, niedrige Geschwindigkeit, usw.), dann ist der CO2-Ausstoß pro km auch dementsprechend niedrig.

Dass kein Autofahrer jemals die vom Hersteller (unter optimalsten Bedingungen ermittelten) Verbrauchswerte erreichen konnte, ist eine andere Geschichte und seit Jahren bekannt.


Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief zum Artikel "Was darf man beim Verhör mit einem Terroisten tun?" (Zeit Nr. 15 vom 31. März 2016)

 

  

Schon der tapfere Jesuit  Friedrich Spee von Langenfeld hat 1631 in seiner Schrift "Cautio Criminalis" nachgewiesen, dass ein unter Folter erhaltenes Geständnis einer als Hexe beschuldigten Frau wertlos ist. Weil der oder die Gefolterte alles zugibt, nur damit die Schmerzen ein Ende nehmen.

Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob mir das bewusst wäre, wenn ich den Entführer meines Enkels nach dem Aufenthaltsort des Kindes "befragen" müsste.

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

An:

quengelzone@zeit.de

 

 

 

Lieber Herr Rohwetters,

 

ich bin begeisteter Leser Ihrer wöchentlichen Kolumne in der Zeit.

 

Als Anlage sende ich Ihnen eine Anzeige im "Stern" über die 4 fach Wirkung von Voltaren-Gel.

 

Es heiß da: "Bis zu 4 fach schneller Schmerzlinderung*". Und wenn man beim Asterix nachliest, steht dort doch wirklich: "im Vergleich zu Gelen ohne Wirkstoff".

 

Das ist ja echt der Hammer! Wieso wirkt das Gel mit dem Wirkstoff nur 4 fach schneller als ein Placebo? Und wenn man sich diese Art Werbung weiterdenkt, wird eine Bierwerbung nicht bald heißen "bis zu 4 fach schneller betrunken als mit Limonade". Oder oder oder

 

Vielleicht können Sie eine lustig/nachdenkliche Glosse daraus machen. ich würde mich sehr freuen!

 

Ich wünsche Ihnen weiter viel Spaß und Erfolg mit Ihrer Quengelzone.



Dr. Helmuth Herterich

 

 

Leserbrief zum Spiegelartikel „Ende des Vertrauens“ 21/2016
(Seite 26)

 

 

 

Mit welcher Begründung würde man denn den Aufnahmeantrag Putins in die NATO ablehnen? In den Statuten der NATO habe ich nichts gefunden, was eine Aufnahme der Russen ausschließen würde. Natürlich wurde der Nordatlantik-Pakt als Gegengewicht zum Warschauer Pakt gegründet. Nur schriftlich findet man das nicht in den 14 Artikel des Gründungsvertrages. Sonst hätte ja die NATO mit der Auflösung des Warschauer Paktes 1991 ihre Daseinsberechtigung verloren!

 

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief an den General-Anzeiger zum Artikel „Polizei baut Messstellen auf; Radarkontrollen in Bonn und der Region“ (Montag, 29. August 2016)

Abgedruckt unter der Überschrift „Warum werden die „Blitzer“ mit Ort und Tag veröffentlicht?

 

Es gibt Radio-Sender, bei denen man anrufen kann und dann werden die Hörer vor versteckten Radarkontrollen gewarnt. Damit man an der Stelle schön langsam fährt und gleich danach wieder Gas geben kann. Und warum werden wöchentlich die „Blitzer“ mit Ort und Tag in Ihrer Zeitung aufgeführt? Fehlt uns etwa das Unrechtsbewusstsein für Geschwindigkeits-Übertretungen? Die meisten der 4.000 deutschen Verkehrstoten sind auf zu schnelles Fahren zurückzuführen. Und natürlich sind Geschwindigkeitsbegrenzungen (z.B. vor Schulen und Kindergärten) sinnvoll. Aber wir freuen uns klammheimlich, wenn wir den Überwachern ein Schnippchen schlagen können. Seltsam!

Man stelle sich doch einmal vor, in Ihrer Zeitung werden die Zeiten und Straßen der nächtlichen Kontroll- und Streifenfahrten der Polizei veröffentlicht. Damit die Einbrecher an diesem Tag diese Gegend meiden.

 

Helmuth Herterich

 

 

Leserbrief an den Bonner Geralanzeiger zum Artikel „Neues Gezeter um Ceta“ vom 8./9. Oktober 2016

 

Wenn man sich die Mühe macht und das Handelsaufkommen (Export plus Import) von Deutschland mit Kanada recherchiert (z.B. bei www.destatis.de), so erfährt man erstaunt, dass Kanada an 31. Stelle unserer Handelspartner steht. Mit 13,9 Milliarden € pro Jahr noch nach Schweden und Rumänien. (zum Vergleich USA 173,6 Mia € und Frankreich 169,9 Mia €).

Da fragt man sich doch, was das ganze Hickhack um das Abkommen eigentlich soll. Ist das vielleicht eines der Ablenkungsmanöver von den wirklich wichtigen Problemen?

 

Dr. Helmuth Herterich

 

Abgedruckt

 

 

Vorschlag für die „Quengelzone“ in der ZEIT

 

Lieber Herr Rohwetter,

 

als begeisterter Leser Ihrer wöchentlichen Kolumne sende Ich Ihnen einen weiteren Vorschlag. Vielleicht lässt sich da was ´draus machen? Ich würde mich freuen!

 

Da haben sich Generatoren von Philosophen seit 3000 Jahren den Kopf über die Frage zerbrochen: „Wie werde ich glücklich?“ Selbst in der amerikanischen Verfassung ist das Streben nach dem Glück aufgeführt.

 

Die Supermarktkette Netto hat jetzt die Lösung. Ganz einfach: Mit der DeutschlandCard! „Hol dir deine Glücksmomente!“ steht im letzten Prospekt. Und: Nicht nur „glücklich“, nein – „überglücklich“ kann man sich mit Netto und der DeutschlandCard sparen.

 

Zusätzlich heißt es: „Spar dir ein Lächeln ins Gesicht!“. Ich dachte immer, man kann Geld sparen oder sich Ärger ersparen. Aber sich ein Lächeln ins Gesicht zu sparen ist die ultimative Lösung!

 

Ich wünsche Ihnen weiter viel Spaß und Erfolg mit Ihrer Quengelzone.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

 

 

Leserbrief zum Artikel  „Unter Stümpern“ (ZEIT Nr. 44 vom 20. Oktober 2016) betr. Empörung über den Selbstmord des mutmaßlichen Terroristen Jaber Albakr in der JVA Leipzig

 

Was soll das ganze Geschrei und die Krokodils-Tränen? Sehen wir den Vorgang mal ganz rational: Da wollte sich ein verwirrter junger Mann umbringen. Und dabei noch viele Unschuldige mit sich die Luft sprengen. Jetzt hat er sich umgebracht. Ohne dass es weitere Opfer gab. Seine Eltern tun mir Leid! Aber hat nicht die Allgemeinheit Geld und Mühen gespart? Für einen Prozess und jahrelange Haft.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Dem Wasserkocher geht es an den Stecker“ vom 12./13. November

 

 

 

Offensichtlich hat die EU-Kommission keine Ahnung von der Physik.

 

Das Verbot der Glühbirnen kann man ja als Techniker noch einigermaßen nachvollziehen, da bei der Umwandlung von elektrischer Energie in Licht 95 % als Wärme verloren gehen. Aber beim Wasserkocher werden 100 % der elektrischen Energie in Wärme umgewandelt. Das ist banale Physik!
Zur Erinnerung: Um 1 Liter Wasser um 1 Grad zu erwärmen werden 1 Kilokalorie Energie benötigt. Und 1 Kilokalorie sind 4,2 Wattsekunden. Deshalb braucht man 80 Kilokalorien und damit rund 0,1 Kilowattstunden Strom um z.B. 1 Liter Wasser von 20 Grad zum Kochen zu bringen. Egal, ob mit einem Wasserkocher von 2000 Watt oder von 500 Watt. Bei 500 Watt dauert es halt 4-mal länger. Der Stromverbrauch ist aber immer der Gleiche!

 

Abgedruckt

 

 

 

An den Bürgermeister der Stadt Sankt Augustin

 

Herrn Klaus Schumacher
Rathaus
Markt 1
53757 Sankt Augustin

 

 

Betr.:

Vorschlag einer Städte-Partnerschaft mit Saint Augustine (USA)

 

  

Sehr geehrter Herr Schumacher,

 

 

wir haben einen wunderschönen Stadtnamen; vielleicht neben Porta Westfalica der wohlklingendste in Deutschland. In meiner süddeutschen Heimat werde ich jedes Mal gefragt, ob denn die Stadt so schön ist, wie ihr Name. Und immer meint man, Sankt Augustin wäre ein Urlaubs- oder Historien-Ort (wie St. Wolfgang, Sankt Martin, Sankt Petersburg…). Was es ja auch durch die Nähe zu Bonn und zum Siebengebirge auch ist.

 

Ich schlage vor, eine Städte-Partnerschaft mit Saint Augustine (USA) in die Wege zu leiten. Ich denke, das wäre eine gute Ergänzung zu den bestehenden Partnerschaften mit Grantham in England, Szentes in Ungarn und Mewasseret Zion in Israel.

 

Saint Augustine ist die älteste Stadt der USA und jeder US-Bürger verbindet mit diesem Namen die Historie der Spanischen Entdecker. Der Name ist so bekannt wie bei uns Heidelberg oder Rothenburg o.T. Da müsste man doch was ’draus machen können!

Die Nähe zu Remagen (kennt jeder US-Bürger wegen „The Bridge of Remagen), zum Drachenfels mit der Rheinromantik. Nach Köln ist es nur ein Katzensprung; und Bonn (John le Carre: Eine kleine Stadt in Deutschland) ist eigentlich eine Vorstadt von Sankt Augustin!

   

In der Hoffnung, dass mein Vorschlag in der Stadtspitze diskutiert wird, verbleibe ich

 

 

 

mit freundlichen Grüßen,

 

Helmuth Herterich

 

 

 

Ich erhielt eine mail und führte ein Telefongespräch mit dem zuständigen Beamten. Er will den Vorschlag in den betreffenden Ausschuss bringen.

 

 

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „CDU bezweifelt Tippfehler-Theorie“ (mögliche Fälschung von Polizei-Statistiken) vom 8. November 2016

 

„Vertrauen ist der Anfang von allem“, war früher sinnigerweise das Motto der Deutschen Bank. (Leider haben die sich auch nicht an ihren Spruch gehalten; aber dies ist eine andere Geschichte!)

Vertrauen kann man ganz schnell verlieren. Mit einer einzigen Lüge. Da nützt es auch nichts, dass man jahrelang anständig gewesen ist! Und was weg ist, ist weg!
In der Bevölkerung genießt die Polizei einen enormen Vertrauensvorsprung. Und das ist auch gut so. Meinen Enkeln erkläre ich immer wieder dass die Polizei „Dein Freund und Helfer“ ist.

Wenn man jedoch die Geschehnisse des letzten Jahres Revue passieren lässt, können da doch leichte Zweifel aufkommen. Vor allem, was die Wahrheit der Darstellung angeht:

·        Im Pressebericht der Polizei am Neujahrsmorgen wurde mitgeteilt, dass die Silvesternacht „ohne größere Probleme“ und die „Feiern weitestgehend friedlich“ verlaufen wären.

·        Auf der Pressekonferenz einige Tage später sah das ganz anders aus: Beschwichtigend wurde aber davon gesprochen, dass es sich auf keinem Fall um Flüchtlinge gehandelt habe. Wider besseren Wissens!

·        Und jetzt die Tippfehler“ bei der Statistik der Verkehrstoten!

Es ist zu befürchten, dass der Vertrauensverlust des Bürgers zum Wasser auf den Mühlen der rechten Hetzer wird. Und da hilft auch keine Personalaufstockung bei der Polizei.
Wie sagte schon Napoleon: Es gibt keine schlechten Soldaten, es gibt nur schlechte Offiziere!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Arme Viertel werden ärmer“ vom 25. November 2016

Mit Erstaunen und Verärgerung habe ich den Artikel über die angeblich unterschiedliche Verschuldung der Bewohner verschiedener Bonner Stadtviertel gelesen. Wie kommt eine Wirtschaftsauskunftei wie Creditreform zu solchen Generalaussagen über ganze Stadtviertel?

Solche Statistiken erinnern an die römischen Auguren, die bei bevorstehenden wichtigen Staatshandlungen den Willen der Götter aus dem Flug und den Eingeweiden der Vögel erkundeten.

Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit, in einem Villen-Viertel einen Millionär zu treffen, größer als in einem Viertel mit Sozialwohnungen. Aber wieso sollen den in Bonn-Dransdorf 6mal soviel Leute verschuldet sein als in Ückesdorf?

Wenn in meiner Nachbarschaft Bill Gates einzieht, steigt das statistische Einkommen der Bewohner meiner Straße um das Millionfache! Und wenn am Rande meines Viertels eine Obdachlosen-Unterkunft gebaut wird, werde ich plötzlich zu einem Schulden-Problem-Fall.

Man müsste diese Art „Schuldneratlas“ wegen grober Irreführung verbieten. Das sog. „scoring“ der Schufa beruht nämlich zum großen Teil auf derartige Machwerke. Ein Bewohner eines „Schuldner-Viertels“ wird alleine wegen seiner Adresse u. U. kein Bank-Darlehen bekommen oder zu einem höheren Zinssatz.

 

mit freundlichen Grüßen

 

Helmuth Herterich

 

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Drei Säulen, die nicht tragen“ (Der „Eckrentner“)

 

Hat man überhaupt schon einmal überlegt, dass der „Eckrentner“ mit 48 % des Durchschnittslohnes ein „armes Schwein“ ist? Nach der EU-Definition gelten nämlich diejenigen als arm, die weniger als 60% des mittleren Einkommens erzielen. Man schämt sich nicht darüber zu diskutieren, dass dieser arme Kerl, der nichts sparen konnte und keine betriebliche Zusatzrente hat, bis 2030 nur noch 43 % des Durchschnittseinkommens bekommen soll!

Dieser erschreckend niedrige Satz ergibt sich aus einer ganz einfachen Rechnung (Dreisatz genügt!), wenn –wie derzeit– Zins und Inflationsrate etwa gleich sind:

Monatsbeitrag x Einzahlungsjahre = Monatsrente x Rentenjahre

 

D. h. Jeder bekommt während seiner Rentenzeit den gleichen Betrag zurück, den er während seiner Beitragszeit eingezahlt hat.

 

Wenn der Eckrentner also 45 Jahre 20 % seines Einkommens einbezahlt hat, hat er einen Stock von 45 x 0,2 = 9 Jahresverdienste angesammelt. Nehmen wir an, er hat dann nach der gültigen Sterbetafel noch statistisch 18 Lebensjahre:

Dann bekommt er 18 Jahre 50 % seines bisherigen Einkommens.

Eigentlich könnte man es jedem überlassen wann er anfängt, den angesammelten Stock aufzuzehren. Ob er mit 55 Rentner wird, wenn er für die ihm statistisch noch verbleibenden 30 Jahre mit einer geringen Rente auskommen kann. Oder aber er arbeitet bis 75 und bezieht für die ihm dann noch (statistisch) verbleibenden 10 Jahre eine hohe Rente.

Klar ist, dass jemand, der 30 Jahre lang monatlich 500 Euro (inkl. Arbeitgeber-Anteil) einbezahlt hat, nicht 30 Jahre lang monatlich 1000 Euro erwarten darf!

 

Dr. Helmuth Herterich

Frans-Hals-Str. 29

53757 St. Augustin

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Merkel weist Trunps Kritik zurück“ vom 17. Januar 2017.

 

Man kann Herrn Trump mögen oder auch nicht, mit seiner Aussage, dass die NATO obsolet sei, hat er Recht. Laut Duden heißt das  „veraltet, überflüssig“. Und das ist die NATO derzeit fürwahr.

Als ich in den 60ern beim Bund war, war der Sinn der NATO klar: Angriffe des Warschauer Paktes abzuwehren. Doch seit 1991 gibt es keinen Warschauer Pakt mehr. Damit hat die NATO ihre Daseinsberechtigung verloren!

Wenn mir ein böser Nachbar seinen Müll über den Zaun in meinen Garten wirft, ziehe ich auch nicht mit meinen Freunden los, um ihn zu verprügeln. Ich rufe die Polizei. Und das Gleiche gilt im Großen: Die „Welt-Polizei“ ist die UNO und nicht die NATO!

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

Zu diesem Leserbrief hat sogar ein anderer Leser Stellung genommen:

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Trump-Dekret trifft viele Deutsche (USA verweigern Bürger mit Doppelpass Visum)“ vom 31. Januar 2017

 

Seltsam: Auf Seite 3 schreibt der Generalanzeiger eine ganze Seite über schlecht- oder falsch recherchierte Meldungen („Wenn falsche Fakten Meinung machen“). Und dann erwische ich meine Zeitung, dass sie auch nicht viel besser ist:

    -Im Kommentar „Holzhammer-Politik“ auf Seite 2 schreibt Susanne Güsten, dass Herr Trump die Tore seines Landes vor Muslimen schließt. Einige Zeilen weiter aber, dass dies nicht für Bürger von Saudi-Arabien oder der Türkei gilt. Also, was denn nun?
Der US-Präsident hat offensichtlich verfügt, dass Einreisende aus einigen besonders „vom Terrorismus befallenen“ Ländern, wie Somalia, Sudan oder Jemen vorerst draußen bleiben müssen. Wenn im Mittelalter in Bamberg die Pest ausgebrochen war, hat man eine Zeit lang keine Reisende aus dieser Stadt nach Köln hereingelassen. Ungerecht den gesunden Reisenden gegenüber, aber irgendwie verständlich. Und Schiffe, die aus verseuchten Ländern kamen, mussten 40 Tage (Quarantäne) vor dem Hafen warten. Auch sehr unfair!

    - Auf Seite 1 schreibt der Generalanzeiger -mit dem Ausdruck „Doppelpass“- über die Empörung, dass Deutsche mit doppelter Staatsbürgerschaft nicht mehr in die USA einreisen dürfen.
Aber es gibt gar keinen „Doppel-Pass“, in dem die beiden Staatsangehörigkeiten eingetragen sind!
Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat einen deutschen und zusätzlich einen jemenitischen Pass. Mit seinem deutschen Pass kann er natürlich in die USA einreisen. Dumm wäre er, wenn er das mit seinem zweiten (jemenitischen) Pass versuchen würde!
Also, was soll denn nun die Aufregung über unsere „Doppel-Bürger“?

 

Herr Trump, vor dem ich mich aus anderen Gründen fürchte, hat halt nur die amerikanische Mentalität umgesetzt: Wenn die Soldaten und Siedler des Wilden Westens mit einigen Indianer-Stämmen Schwierigkeiten hatte, haben sie überhaupt keine Indianer (bis auf ganz wenige vertrauenswürdige und benötigte Scouts) in ihr Fort gelassen.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Fundgrube für Angelfreunde – Fischschutzverein Siegburg lädt zum Angelgeräte-Flohmarkt ein“ vom 17. Februar 2017

 

Erst dachte ich, es wäre eine Glosse: Fischschutzverein! Zwei Mal „sch“ hintereinander: ein echter Zungenbrecher.
Herr Linden macht einen sehr netten und kompetenten Eindruck, aber der Sinn des Angel-Vereins ist ja wohl das Angeln und damit das Ende des Fisches in der Pfanne des Anglers. Sonst würden die Fisch-Schützer ihn ja wohl bis zu seinem natürlichen Ableben beschützen und ihn in Ruhe an Altersschwäche sterben lassen.

Ich bin ja mal gespannt, wann der Deutsche Jagdverband sich in „Wildtier-Schutzverein“ umtauft.

Wie sagte schon Karl Valentin: Das Fischen von lebenden Fischen mit der Angel wird von vielen Seiten als Grausamkeit empfunden; hauptsächlich vom Fisch selbst.

 

Dr. Helmuth Herterich  

Frans-Hals-Str. 29 

53757 St. Augustin

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Sorge um Arbeitsplätze bei Opel“ vom 16. Februar 2017

 

Vor 2 Jahren kaufte sich mein Nachbar ein neues Auto. Er hat sich fast entschuldigt, dass es ein Opel war. Aber der Preis war halt zu günstig! Wahrscheinlich hat Opel die letzten Jahre bei jedem verkauften Auto einen Tausender „draufgelegt“.

Und dabei war Opel in meiner Jugend fast so etwas wie eine Nobel-Marke. Kapitän, Olympia, Admiral, Commodore, Diplomat, hießen die feinen Autos. Der Arbeiter fuhr einen VW, der Metzger einen Benz, der gehobene Mittelstand einen Opel.

Und dann kam Ende der 80er der “Würger von Rüsselsheim“, Jose Ignacio Lopez.

Nach einigen Jahren hatte dieser Mann es durch rigorose Sparmaßnahmen geschafft, den bis dahin guten Ruf von Opel gründlich zu zerstören.

 

Ich hatte in den frühen 90er Jahren einmal einen Opel Omega als Dienstwagen. Ein wunderschönes und komfortables Auto; viel schöner und bequemer als der bis dahin übliche VW Passat. Aber: Gelegentlich startete das gute Auto nicht. Und das war sehr blamabel, denn ich war Feuerwehr-Chef!

Nach vielen Stunden in der Werkstatt wurde die Ursache gefunden: Ein Groschen-Teil in der Elektronik. Der Würger von Rüsselsheim hatte wieder einmal zugeschlagen. Und das Teil vom billigsten Anbieter einbauen lassen.

 

Es zeugt von einer bodenlosen Ignoranz, bei einem Rennpferd am Futter zu sparen. Und dann, wenn das Pferd verhungert ist, zum nächsten Rennstall als „Consultant“ weiterzuziehen.

Die Arbeiter von Opel müssen nun die Suppe auslöffeln, die ihnen letztendlich Herr Lopez eingebrockt hat.

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zu den Artikeln „Deutsche zahlen zu hohe Abgaben“ (12. April 2017) und „Bis 2022 bleibt der Beitragssatz stabil“ (13./14. April 2017)

 

 

 

Laut dem Beitrag „Deutsche zahlen zu hohe Abgaben“ muss der alleinstehende Durchschnittsverdiener in Deutschland 49,4 % seines Einkommens an den Staat abgeben. (In Neuseeland nur 6,2 % !).

 

Hier werden offensichtlich die Arbeitskosten mit den Einkommen verwechselt. Natürlich muss der Unternehmer den Arbeitgeber-Anteil an Kranken- und Sozialversicherung bei den Arbeitskosten verrechnen. Zu den Einkommen darf dieser Block aber nicht gezählt werden. Sonst müsste man ihn ja auch versteuern!

 

Dazu kommt, dass die Sozialabgaben nicht „verloren“ sind. Man bekommt sie ja im Alter als Rente wieder zurück. Sie sind also -ähnlich wie die Beiträge zu einer Kapital-Lebensversicherung- angespartes Geld.

 

Und der Rest? Brauchen wir keine Feuerwehr, keine Schulen, keine Polizei?

 

 

 

Laut dem zweiten Artikel „Bis 2022 bleibt der Beitragssatz stabil“ soll das Rentenniveau (vor Steuern!) nur 48% des Durchschnittslohnes betragen. Nach der EU-Definition gelten diejenigen als arm, die weniger als 60% des mittleren Einkommens erzielen. Wenn das stimmt, braucht man nicht mehr über Altersarmut zu diskutieren: Der „Eckrentner“ ist demnach richtig arm! Kann mir mal jemand erklären, wo diese zig Millionen bitterarme Rentner ihr kümmerliches Dasein fristen?  

 

"There are three kinds of lies: lies, damned lies and statistics." An diesen -Mark Twain zugeschriebenen Spruch fühlt man sich gelegentlich erinnert, wenn man Artikel mit derartigen Zahlen liest.

 

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

veröffentlicht

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zu den Artikeln „Heilmittel ohne Nebenwirkungen“ und „Remmels Szenario für Fahrverbote: Minister will tödliche Stickstoffdioxide senken“ vom 20. April 2017

 

 

 

Im Bonner Generalanzeiger vom 20. April 2017 erschienen 2 Artikel, die das Dilemma der Wirkung von Stoffen auf den Menschen zeigen.

 

Der erste über die Homöopathie: „Heilmittel ohne Nebenwirkungen“. Nach den Lehren von Samuel Hahnemann wird ein „Gift“ so stark verdünnt, bis es nicht nur unwirksam ist, sondern sogar die gegenteilige -heilsame- Wirkung haben soll.

 

Zwei Seiten weiter heißt es unter der Überschrift „Remmels Szenario für Fahrverbote: Minister will tödliche Stickstoffdioxide senken“.
Herr Remmel spricht von zigtausend Toten durch Stickoxide und beabsichtigt nicht nur in den Städten, sondern auch auf stadtnahen Autobahnen Dieselfahrzeuge zu verbieten.

 

Zur Sache:

 

Unsere Luft ist eine Mischung von Stickstoff und Sauerstoff. Bei hohen Temperaturen verbinden sich die beiden zu Stickstoffoxiden, auch Stickoxide oder Nitrose Gase genannt. Also nicht nur beim elektrischen Lichtbogen, bei der Verbrennung im Motor oder im Kamin, sondern auch bei jedem natürlichen Blitzeinschlag. Rund ein Viertel der weltweiten Stickoxid-Produktion soll auf das Konto von Gewittern gehen.

 

Riechen kann man Stickoxide ab einer Konzentration von etwa 1 ml pro Kubikmeter Luft (1 ppm). Ab einer Konzentration von 150 ppm  kann man nach einer Verzögerung von 10 bis 20 Stunden an einem Lungenödem erkranken und sterben. (1 ppm bedeutet 1 Teil pro Million, also 1 Milliliter pro Kubikmeter; d.h. 150 ppm sind noch nicht mal 1 Promille!)

 

Andererseits ist eine geringe Menge an Stickstoffoxid (NO) für die Erektion notwendig. Das berühmte Viagra beruht auf diesen Effekt.

 

Und für die Behandlung von Neugeborenen bei Lungenversagen mit hohem Blutdruck in der Lunge  (hypoxisch respiratorische Insuffizienz) wird ein Gemisch aus Stickstoff und NO verwendet. Die empfohlene Dosis liegt bei 20 ppm.

 

Um auf den ersten Artikel über die Homöopathie zurückzukommen: Hat man überhaupt schon einmal praktisch getestet, ob der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (20 ppm) eine negative Wirkung auf den Menschen hat. Oder nach Hahnemann vielleicht sogar positiv ist?

 

 

Wie schon Paracelsus feststellt, macht allein die DOSIS das GIFT. Das hat der Mensch auch allgemein so im Gefühl: Eine geringe Menge an Alkohol macht fröhlich und soll sogar „gesund“ sein. Aber zuviel Alkohol macht krank. Ähnlich ist es mit dem Essen oder der Sonne.
Es ist bei den Toxikologen unbestritten, dass es für jeden Stoff 3 Bereiche gibt: In sehr geringer Konzentration hat er keine Wirkung. Wenigstens nicht „auf kurze Sicht“. Dann kommt ein Bereich, wo man die gewünschte Wirkung erzielt. Z.B. bei einem Arzneimittel das Verschwinden des Schmerzes. Und dann -bei Überkonzentration- wirkt der gleiche Stoff, der zuvor hilfreich war, als Schadstoff. Und kann uns sogar töten.

 

So hat ein Teelöffel Schnaps beim Erwachsenen keinerlei Wirkung, 2 Gläschen machen fröhlich. Und eine Flasche bringt uns um die Ecke.
Ohne Salz können wir nicht leben; eine Prise würzt unser Essen. Und 2 Esslöffel Salz bringen uns um.

 

Leider wird diese Tatsache bei Veröffentlichungen oft nicht berücksichtigt. Dann heißt es z:B. „Glyphosat ist krebserregend und muss verboten werden!“. Ohne die dazu notwendige Menge zu berücksichtigen. Provozierend kann man feststellen: Sonnenlicht erzeugt schmerzhaften Sonnenbrand wenn man sich einige Stunden im Hochsommer in die Sonne legt. Es ist sogar krebserregend, wenn man sich jahrelang ungeschützt der Sonne aussetzt. Aber ohne Sonnenlicht sterben wir an Rachitis. Und ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Welt. Ich wage zu bezweifeln, ob die „Sonne“ heutzutage überhaupt vom Gesetzgeber zugelassen werden würde, wenn sie neu erfunden würde!

 

Ein anderes Beispiel ist die Luft, die wir atmen. Sie besteht aus etwa 20 % Sauerstoff und 80 %Stickstoff (inkl. Argon). In reinem Sauerstoff würden wir beim geringsten Zündfunken lichterloh verbrennen wie die US-Astronauten von Apollo 1 im Jahre 1967. Wenn der Stickstoffgehalt von 80 % auf 90 % steigt, sterben wir innerhalb weniger Atemzüge am Höhenrausch. Kann man den Stickstoff deswegen als „tödliches Gift“ bezeichnen?

 

Ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie müssten überprüfen, ob das Baden im warmen Wasser oder ein Sprung aus 30 cm Höhe gefährlich sind. Tatsache ist: Badewasser mit einer Temperatur von 90 Grad ist lebensgefährlich. Demnach wäre auch vom Baden in 35 Grad warmen Wasser dringend abzuraten. Und wenn man aus 30 Meter Höhe springt, ist man tot. Folglich ist der Sprung aus 30 cm wahrscheinlich auch (etwas weniger) gefährlich!

 

Lachen Sie nicht. Bei der Gefahrenabschätzung von Chemikalien macht man das so ähnlich. Vereinfacht ausgedrückt, verfüttert man die 10 oder 100fache Menge und schließt dann auf die Gefährlichkeit. So geschehen beim Süßstoff Saccharin und Aspartam.

 

Nach Berechnungen der Europäischen Umweltagentur sollen im Jahr 2012 allein 10.400 Todesfälle in Deutschland auf Stickoxide zurückzuführen sein. In ganz Europa sogar 75.000. Das hat man auf eine ähnliche Weise „zurückgerechnet“. Tatsächlich –z.B. durch Todesursachen-Diagnose- festgestellt hat das keiner!

 

Schwierig, schwierig!

 


Aber wie sagte schon Mark Twain: Man kann die Erkenntnisse der Medizin auf eine knappe Formel bringen: Wasser, mäßig genossen, ist unschädlich

 

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel  „Kampfabstim­mung im Bundestag für die Ehe für Alle“ (29. 06. 2017)

 

 

 

Die Idee von Angelika Merkel, die Fraktionsdisziplin (ausnahmsweise) aufzu­heben und eine freie Gewissensentscheidung der Abgeordneten zu ermöglichen, zeigt, dass dies wohl die Ausnahme ist.
Obwohl der Artikel 38 Absatz 1 des Grundgesetzes festlegt „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen."

 

Der allabendlich im Fernsehen zu sehende Handelssaal der Frankfurter Börse ist nach Aussagen von Insidern nur ein „Show room“ für das Publikum. Die ei­gentlichen Geschäfte werden dort nicht getätigt. Offensichtlich ist der Bundestag mit seinen debattierenden Abgeordneten auch so etwas ähnliches. Die eigentli­chen Entscheidungen werden von den Fraktions-Vorsitzenden gefällt und im Plenum von den wenigen anwesenden Abgeordneten für die Zuschauer disku­tiert. Abgestimmt wird nach Fraktions-Zwang.

 

Warum nicht gleich ein ganz neues Modell für unser Parla­ment?

 

Das neue Parlament besteht nur noch aus den 4 Fraktionsvorsitzenden. Bei Ab­stimmungen hat jeder Fraktionsvorsitzender die Anzahl Stimmen, die auf seine Fraktion fallen.

 

Volker Kauder hat 309 Stimmen, Thomas Oppermann 193 Stimmen, Katrin Gö­ring-Eckardt 63 Stimmen und Sarah Wagenknecht 64 Stimmen.

 

Die übrigen von den 630 Bundestagsabgeordneten haben dann endlich genug Zeit, sich in ihren Wahlkreisen um die Wähler zu kümmern. Zu Beginn und zum Ende jeder Legislaturperiode treffen sich alle im Bundestag und singen die Na­tionalhymne.

 

Die 4 Fraktionschefs diskutieren einmal pro Woche –abwechseln bei Anne Will und Frank Plasberg- über die von der Regierung gewünschten Parlamentsent­scheidungen; anschlie­ßend wird abgestimmt. Fertig!

 

 

Dr. Helmuth Herterich

 

 

veröffentlicht

 

Leserbrief an den Bonner Generalanzeiger zum Artikel „Rückkehrrecht in Vollzeit gescheitert“ vom 24. Mai 2017

 

Manchmal hat man den Eindruck, gewisse Politiker haben den Bezug zur Realität völlig verloren. So fordert doch Frau Nahles ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teil- auf Vollzeitarbeit auch für Kleinbetriebe. Und wirft dann der Kanzlerin einen „klaren Bruch“ des Koalitionsvertrages vor.

 

Ein Bäcker- oder Friseurmeister hat in der freien Marktwirtschaft genauso viele Beschäftigte, dass der Kunde nicht zu lange warten muss und sein Geld woanders ausgibt. Nicht mehr und nicht weniger!

 

Wenn z.B. eine seiner Beschäftigten aus familiären Gründen nur noch zur Hälfte arbeiten will, muss er zum Ausgleich eine andere Teilzeitkraft einstellen.

 

Was soll der arme Kerl denn dann machen, wenn eine der beiden wieder Vollzeit arbeiten will? Die andere entlassen? Und was macht er, wenn es den beiden einfällt, ihr Recht auf Vollzeit einzuklagen?

 

veröffentlicht

 

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

Störche und Geburten
Störche und Geburten.ppt.pps
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Haben Sie schon einmal über einen Imagefilm oder ein Animationsvideo nachgedacht?

 

Die Filmemacherin Anke Lanzon und ihre Firma Webfilm Berlin erstellen beeindruckende Unternehmensfilme für Webseiten.

 

Einfach mal `reinschauen:   

  http://www.webfilm-berlin.de/

Task Management
Eisenhower_Portfolio .ppt.pps
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Intelligenz und Fleiß
Intelligenz_Fleiß_Portfolio.pps
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Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer