Energie-Umsatz und Sauerstoff-Verbrauch bzw. Kohlendioxid-Abgabe

 

Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter Energieumsatzbestimmung (Kalorimetrie).

Die direkte Energieumsatzbestimmung basiert auf der Wärmeabgabe, die indirekte Energieumsatzbestimmung auf der Sauerstoffaufnahme eines Körpers, wobei sich der Energieumsatz aus dem Energieäquivalent von rd. 20 kJ/Liter O2 ergibt. Der respiratorische Quotient (CO2 - Abgabe : O2 Aufnahme) beträgt bei Kohlenhydratverbrennung 1,0 und bei Fettverbrennung 0,7.
Bei Kenntnis des RQ läßt sich ein genauerer Wert für das Energieäquivalent ansetzen, als es dem durchschnittlichen RQ von 0,82 (*20 kJ/Liter O2) entspricht. Der über die Atemgase berechnete RQ hängt jedoch nicht nur vom Typ der abgebauten Nährstoffe, sondern auch von deren Umbau (z.B. Mast) ab. Beim Hyperventilieren kommt es durch die verminderte CO2 - Abgabe in der Übergangsphase zu einem Anstieg des RQ, teilweise bis auf 1,4.

 

Für den Mensch in Ruhe gilt:

Energie-Umsatz pro 24 Stunden = 2000 kcal = 2,3 kWh = 8400 kJ

D.h. da 20 kJ = 1Liter O2 bzw. (bei RQ = 0,82) = 0,82 Liter CO2 :

8400kJ = 420 Liter O2 = 344 Liter CO2 = 630 Gramm CO2.

 

Bei einem Energie-Umsatz von 3 kWh/Tag ergibt sich ein Sauerstoff-Verbrauch von ca. 500 Liter bzw. eine CO2-Abgabe von ca. 350 Liter = ca. 820 Gramm

 

Energie-Umsatz in kWh  x  0,270 = Kilogramm CO2

 

D.h. ein Mensch mit einem Energie-Umsatz von 1000 kWh pro Jahr erzeugt 270 kg CO2.

Die Bundesrepublik Deutschland 82 Mio. Einwohner = 22 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr.



Für den Sauerstoff-Verbrauch in Abhängigkeit von der Leistung gilt:


O2-Verbrauch (l/min) = 0,003 x Leistung (Watt)


z.B. bei 100 Watt ==> 0,3 Liter pro Minute


Die CO2-Produktion ist  bei einem RQ von 0,82 der entsprechende Teil.


z.B. bei 100 Watt ==> 0,3 x 0,82 = 0,25 Liter pro Minute

Kennen Sie vielleicht diesen Choral?

You don’t know what you got,
until it’s gone.

Cinderella

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Das gelungene, vollendete, erfüllte Leben ist eines, in dem wir in Einklang mit unsrer Natur das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben – selbstverständlich ohne den Mitmenschen zu schaden, ohne andere unglücklich zu machen.

 

Der Philosoph Bernulf Kanitscheider, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2008

 

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

 

Psalm 103

Es wäre doch möglich, dass einmal unsere Chemiker auf ein Mittel gerieten, unsere Luft plötzlich zu zersetzen, durch eine Art Ferment. So könnte die Welt untergehen.


Georg Christoph Lichtenberg

Letzte Worte des Indianerhäuptlings Crowfoot

Nur noch eine kurze Weile, dann bin ich von euch gegangen. Wohin, das kann ich euch nicht sagen. Wir kommen aus dem Nirgendwo, und wir gehen ins Nirgendwo. Was ist das Leben? Es ist der Lichtblitz eines Leuchtkäfers in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

 

Crowfoot (um 1830 – 1890) Häuptling der Blackfoot-Indianer, 25. April 1890

 

Gespräch von Anno 33:

A: Wissen Sie schon das Neueste?

B: Nein, was ist passiert?

A: Die Welt ist erlöst!

B. Was Sie sagen!

A: Ja, der liebe Gott hat Menschengestalt angenommen und sich in Jerusalem hinrichten lassen: dadurch ist nun die Welt erlöst und der Teufel geprellt.

B: Ei, das ist ja ganz scharmant.

 

Arthur Schopenhauer

 

 

Damit wir beginnen können, dem Tod seinen größten Vorteil uns gegenüber zu entreißen, sollten wir eine vollkommen andere Einstellung einnehmen als die übliche; lasst uns den Tod seiner Fremdheit berauben; lasst uns Umgang mit ihm pflegen, damit wir uns an ihn gewöhnen, lasst uns an nichts häufiger denken als an den Tod.

 

Michel de Montaigne